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Ämter für Ländliche Entwicklung
FAQ zu Technikerinnen und Technikern für Ländliche Entwicklung

Wie werde ich Technikerin / Techniker Ländliche Entwicklung?
Mit einem erfolgreichen mittleren Schulabschluss oder einem qualifizierendem Mittelschulabschluss sowie guten Noten in Mathe und Deutsch bewerben Sie sich auf die Stellenausschreibung bei einem der sieben Ämter für Ländliche Entwicklung in Bayern. Dort beginnen Sie als Dienstanfängerin oder Dienstanfänger eine zweieinhalbjährige Ausbildung zur Technikerin / zum Techniker für Ländliche Entwicklung. Die Ausbildung umfasst die Grundlagen der Land- und Dorfentwicklung mit Schwerpunkt Vermessungstechnik und die Weiterbearbeitung gewonnener Daten. Sie erfolgt im Wechsel von praktischer Ausbildung und theoretischem Blockunterricht mit Besuch der Berufsschule.
Daran schließt sich der einjährige Vorbereitungsdienst an. Dabei vertiefen Sie Ihre bereits erworbenen Kenntnisse und ergänzen diese um rechtliche und verwaltungsorganisatorische Aspekte. Diese sogenannte Anwärterzeit schließen Sie mit einer schriftlichen und mündlichen Staatsprüfung ab.
Wo findet meine Ausbildung statt?
Ihre Ausbildung findet an dem von Ihnen ausgewählten Amt für Ländliche Entwicklung statt. Sie besuchen die Berufsschule und haben jährlich auch ca. 20 Wochen theoretischen Blockunterricht in Ansbach, zusammen mit den Dienstanfängerinnen und Dienstanfängern aller Ämter für Ländliche Entwicklung.
Was mache ich nach bestandener Staatsprüfung?
Nach erfolgreich bestandener Staatsprüfung warten interessante, abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Aufgaben auf Sie: Zu Beginn Ihrer beruflichen Tätigkeit arbeiten Sie an der Seite von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen und übernehmen im Projektteam vorrangig die Aufgaben der Bodenordnung. Sie vermessen auf dem Feld und im Dorf mit modernen Geräten neue Wege und bislang noch nicht aufgemessene Gebäude, Hecken und Bachläufe. Im Büro ergänzen Sie bestehende Landkarten mit Ihren gewonnenen Daten im Geoinformationssystem. Aus diesen Flächendaten berechnen Sie mit den Bodenwerten und den Verhandlungsergebnissen Ihrer Kollegen die Grenzen der neuen Grundstücke und übertragen diese Neueinteilung der Felder für alle Grundeigentümer in die Natur. Anschließend erstellen Sie die amtlichen Vermessungsunterlagen und bereiten die Umschreibung des Grundbuchs vor. Alles muss dabei ganz genau stimmen, denn es geht um Grundeigentum.
Wie sehen meine Berufsperspektiven aus?
Sie arbeiten sofort aktiv in den Projekten und bekommen nach und nach mehr Verantwortung übertragen. Es besteht die Möglichkeit, sich im Beruf zu spezialisieren, zum Beispiel im Bauwesen, in der Finanzierung oder der IT. Es gibt auch künftig viel zu tun, denn die Dienstleistungen unserer sieben Ämter für Ländliche Entwicklung sind gefragt.
Was muss ich außer meinen Fachkenntnissen mitbringen?
Sie brauchen eine deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft und sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache (Nachweis Level C1). Da Sie sehr viel mit anderen Menschen zusammenarbeiten, sollten Sie kommunikationsfreudig und teamfähig sein. Ihre körperliche Fitness erleichtert Ihnen Ihre Arbeiten bei Ortsterminen im Dorf und auf dem Feld. Neugierde und Organisationstalent erleichtern Ihnen die Bearbeitung der Aufgaben in den unterschiedlichen Projekten.
Wieviel verdiene ich während der Ausbildungszeit?
Im ersten Ausbildungsjahr erhalten Sie monatlich ca. 695 Euro. Dieser Betrag steigt im zweiten Ausbildungsjahr auf 765 Euro und im dritten Jahr auf 835 Euro. Im Vorbereitungsdienst bekommen Sie dann rund 1.160 Euro brutto monatlich. Als Dienstanfängerin / Dienstanfänger sind Sie Beamtin / Beamter auf Widerruf und damit von der Sozialversicherungspflicht (Arbeitslosen-, Renten-, gesetzl. Krankenversicherung) befreit. Solange Sie Beamter auf Widerruf sind, haben Sie einen Beihilfeanspruch von 50 %. Am besten kümmern Sie sich vor Beginn Ihrer Ausbildung um eine Krankenversicherung.
Welches Gehalt bekomme ich nach der Staatsprüfung und welchen Titel habe ich?
Nach bestandener Staatsprüfung werden Sie zur Technischen Obersekretärin / zum Technischen Obersekretär (Besoldungsgruppe A 7) ernannt und erhalten ein Einstiegsgehalt von ca. 2.390 Euro im Monat. Dazu kommt ggf. noch ein Familienzuschlag.

Ausführliche Inforamtionen zur Besoldung und den Zuschlägen

Wie sehen meine Gehaltsperspektiven aus?
Bei guter Leistung können Sie bis zur Besoldungsgruppe A 9 mit Zulage (Technische Inspektorin / Technischer Inspektor) befördert werden. Ihr monatliches Gehalt würde dann aus heutiger Sicht ca. 3.650 Euro betragen. Dazu kommt ggf. noch ein Familienzuschlag. Bei sehr guter Leistung und einem Aufstieg in die nächst höhere Qualifikationsebene können Sie sogar bis zur Besoldungsgruppe A 13 (Baurätin / Baurat) befördert werden.
Was bietet mir der Staat sonst noch?
Der Freistaat Bayern bietet Ihnen langfristig einen sicheren Arbeitsplatz. Sie erhalten ihr Gehalt zuverlässig zum Ersten des Monats. Sie bezahlen im Beamtenverhältnis keine Sozialabgaben, können sich privat krankenversichern und erhalten eine Beihilfe. Sie haben 30 Arbeitstage Urlaub und profitieren vom Gleitzeitmodell. Wenn Sie eine Familie gründen oder Ihre Eltern pflegen wollen, gibt es zudem ganz flexible Teilzeitmodelle. Gute Fortbildungsmöglichkeiten und betriebliches Gesundheitsmanagement gehören selbstverständlich dazu.
Wann finden die nächsten Einstellungen statt?
Die nächsten Einstellungen erfolgen zum 01.09.2018. Die Stellenausschreibung läuft teilweise schon. Sollten Sie Ihren Schulabschluss schon haben, bieten wir Ihnen an einem Amt für Ländliche Entwicklung eine befristete Beschäftigungsmöglichkeit, um erste Berufserfahrungen sammeln zu können.
Wie bewerbe ich mich für eine Einstellung als Technikerin / Techniker?
Ihre Bewerbung senden oder mailen Sie direkt an das von Ihnen gewünschte Amt für Ländliche Entwicklung. Die Bewerbungsfrist sowie die einzureichenden Unterlagen finden Sie auf den Internetseiten der jeweiligen Ämtern für Ländliche Entwicklung oder in der Rubrik Job & Karriere.
Wer ist die Verwaltung für Ländliche Entwicklung?
Die Verwaltung für Ländliche Entwicklung mit ihren sieben Ämtern für Ländliche Entwicklung ist der kompetente und zuverlässige Ansprechpartner der Gemeinden, Landwirte und Bürger in Fragen der Bodenordnung sowie der Verbesserung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum. Die Verwaltung für Ländliche Entwicklung gehört zum Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Wo finde ich die Verwaltung für Ländliche Entwicklung?
Die sieben Ämter für Ländliche Entwicklung sind in Bayern verteilt, in jedem Regierungsbezirk befindet sich ein Amt. Die Standorte sind: München (ab 2025 in Mühldorf a. Inn), Landau a.d. Isar, Tirschenreuth, Bamberg, Ansbach, Würzburg und Krumbach (Schwaben). Die oberste Dienststelle der Verwaltung für Ländliche Entwicklung finden Sie im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in München.
Was macht die Verwaltung für Ländliche Entwicklung?
Unsere Technikerinnen und Techniker für Ländliche Entwicklung arbeiten derzeit in mehr als 2100 Projekten in über 1000 Gemeinden im ländlichen Raum Bayerns. Die Projekte haben sehr unterschiedliche Ziele und Flächengrößen. Auch die Zahl der Teilnehmer wechselt. Alle Projekte dienen der Verbesserung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum, damit unsere Heimat noch attraktiver wird. Damit leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sieben Ämter für Ländliche Entwicklung einen maßgeblichen Beitrag zur Erhaltung eines vitalen und attraktiven ländlichen Raums.