Fachinformationen Ländliche Entwicklung
Gelungene Dorferneuerung: Dettendorf lebt und hat Zukunft!

Kirche mit Kirchturm vor weiß-blauem Himmel.Zoombild vorhanden

Amt für Ländliche
Entwicklung Oberbayern
Abdruck honorarfrei

Mit der Sanierung der historischen Friedhofsmauer als Auftakt machten sich die Bürgerinnen und Bürger von Dettendorf im Jahr 2009 auf den Weg, aktiv die Lebensqualität in ihrem Dorf zu verbessern. Durch verschiedene weitere Maßnahmen wie z.B. die Renaturierung des Kaltenbachs sowie die Modernisierung des Straßennetzes wurde die Lebensqualität in Dettendorf wesentlich erhöht. Besonders der Bau des Gemeinschafts- und Feuerwehrhauses trug maßgeblich dazu bei. Dettendorf erstrahlt nun in neuem Glanz und hat eine vielversprechende Zukunft vor sich!

Dorferneuerung Dettendorf – so fing es an

Eine Gruppe vor dem Gebäude der SDL in ThierhauptenZoombild vorhanden

Amt für Ländliche
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Abdruck honorarfrei

Nach Besprechungen und dem Erwerb des Gossner-Anwesens teilte das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern im Juni 2007 mit, dass das Vorverfahren für die Dorferneuerung in Dettendorf eingeleitet werden könne. Eine gut besuchte Informationsveranstaltung fand statt, bei der die Ziele des Dorferneuerungsprogramms erläutert wurden. Dabei wurden bereits einige Probleme wie das Kirchenumfeld, die fehlenden Vereinsräumlichkeiten und sanierungsbedürftige Wege und Straßen genannt. Das Amt und der damalige Bürgermeister Hans Hofer ermutigten die Bürger von Dettendorf, die Chance einer Dorferneuerung zu nutzen.

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Menschen die an Tischen sitzen

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Abdruck honorarfrei

Die Vorstandsmitglieder nach der Vereidigung

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Eine Personengruppe vor einem Haus mit Weihnachtsstern

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Menschen stehen vor Pinwänden.

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Auftakt mit Kirchenumfeld

Der erneuerte Weg an der MauerZoombild vorhanden

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Die historische Friedhofsmauer in Dettendorf wurde aufgrund ihres kulturellen und historischen Werts sowie des Denkmalschutzes saniert. Die Kirchenverwaltung und die Dorferneuerung waren aufgrund der finanziellen Unterstützung aus dem Konjunkturpaket II des Bundes, zusätzlicher Zuschüsse und des Engagements der örtlichen Gemeinschaft in der Lage, die Sanierung durchzuführen. Im Rahmen der Maßnahmen wurde der Friedhof erweitert und mit einer neuen Friedhofsmauer versehen. Darüber hinaus erfolgte eine Neugestaltung des Kirchenumfelds, einschließlich der Schaffung eines Parkplatzes, Gehwegen, Treppen und Sitzgelegenheiten mit Ausblick auf das Dorf und die Berge. Die Dorferneuerung ermöglichte somit eine umfassende Aufwertung des Kirchenbereichs und der Freiflächen.

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Die beschädigte, historische Friedhofsmauer.

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Renovierte Friedhofsmauer

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Der alte Weg an der Friedhofsmauer

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Der erneuerte Weg an der Mauer

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Der Kaltenbach – Naturerlebnis im Dorf

Blick auf den Bach und den neuen StegZoombild vorhanden

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Im Zuge des ohnehin anstehenden Gewässerunterhalts am Dettendorfer Kaltenbach nahm das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim im zentralen Dorfbereich zwischen Radweg und dem jetzigen Gemeinschaftshaus punktuelle Aufweitungen vor, flachte den Uferbereich ab, legte Zugangsmöglichkeiten an und gestaltete den gesamten Bachbereich mit Sitzsteinen und Kneippmöglichkeiten naturnah. Passend dazu stifteten die Trachtenkapelle Dettendorf und der Dirndl- und Burschenverein Dettendorf je eine Sitzbank.

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2 Arbeiter an der Stegbaustelle

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Bank an einem Bach

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Bank am Kaltenbach

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Bank am Kaltenbach

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Modernisiertes Wegenetz

Die Berblinger Straße mit dem neuen FahrradwegZoombild vorhanden

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Die geplanten Straßenausbauten von Kirchgasse und Langerberg wurden zunächst aufgrund hoher Kosten und Bedenken der Anlieger bezüglich hoher Ausbaubeiträge verschoben. Stattdessen wurde der obere Teil der Irschenberger Straße und ein Gehweg entlang der Kirche priorisiert ausgebaut. Für Kirchgasse und Langerberg wurde die Planung reduziert, um Kosten zu senken, jedoch wurden dabei die Mindeststandards für beitragsfähige Straßen nicht eingehalten. Da Ausbaubeiträge nicht mehr erhoben werden konnten, einigte man sich mit den Anliegern auf freiwillige Beiträge, unterstützt durch einen erhöhten Zuschuss des Amtes für Ländliche Entwicklung. Schließlich waren alle mit den neu asphaltierten Straßen zufrieden. Auch der zweite Bauabschnitt der Irschenberger Straße und Teile des Römerrings wurden grundlegend saniert und ein gepflasterter Gehweg sowie eine Verkehrsinsel wurden hinzugefügt. Abschließend wurde ein Teil des Kaltenwegs neu asphaltiert.

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Einfache Verkehrsinsel

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Straße mit Schäden

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Die sanierte Straße

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Eine Überquerungshilfe auf der Straße

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Bushaltestelle und Pavillon

Ein Holzpavillon, rechts davon eine BushaltestelleZoombild vorhanden

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An der Berblinger Straße entstand ein Pavillon als neue Haltestelle für die Buslinie zwischen Bad Feilnbach und Bad Aibling. Die Haltestelle des Schulbusses wurde ebenfalls hierher verlegt. Fahrgäste und Schüler haben nun eine wettergeschützte Unterstellmöglichkeit. Im Pavillon sind auch eine Informationstafel der Gemeinde und ein Ortsplan integriert. Der Platz vor dem ehemaligen Gasthaus Kammerloher wurde zu einem Parkplatz und Wendeplatz für den Schulbus umgestaltet. Der Containerstandplatz wurde verlegt und mit einer Hecke abgegrenzt. Diese Maßnahmen haben das Ortsbild in diesem Bereich erheblich verbessert.

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Ein Holzpavillon, rechts davon eine Bushaltestelle

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Lärmschutz an der Autobahn

Lärmschutzwand aus Holz vor BergpanoramaZoombild vorhanden

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Die von der nahen Autobahn ausgehenden Lärmbelastungen sollten durch wirksame Lärmschutzmaßnahmen auf ein erträgliches Maß verringert werden. Jahrzehntelang bemühten sich die Anlieger zusammen mit der Gemeinde Bad Feilnbach um eine Verbesserung. Eine so genannte Lärmsanierung als freiwillige Leistung wurde von der Autobahndirektion mit der Begründung abgelehnt, dass die geltenden Lärmgrenzwerte nur bei einzelnen Anwesen überschritten würden und die Kosten für einen aktiven Lärmschutz deshalb unverhältnismäßig wären. Die Wende brachte erst ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig vom 7. März 2007. Hiernach können Anwohner einer nach 1974 planfestgestellten neuen Straße 30 Jahre lang einen Anspruch auf nachträgliche Anordnung von Lärmschutzmaßnahmen wegen ursprünglich nicht voraussehbarer Lärmwirkungen haben. Damit musste die Autobahndirektion Südbayern das Planfeststellungsverfahren aus dem Jahr 1978 zum sechsstreifigen Ausbau der Autobahn München-Salzburg neu aufrollen und einen Lärmschutz nach Neubaukriterien erstellen. Auch wenn die Autobahn für die Dettendorfer nach wie vor hörbar ist – für viele geplagte Anwohner sind die Belastungen mit den in den Jahren 2018 und 2019 erstellten Wällen und Wänden spürbar gesunken und erträglicher geworden.

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Autobahn mit Baufahrzeugen

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Bauarbeiten auf der Autobahn

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Das Herzstück der Dorferneuerung: das Gemeinschafts- und Feuerwehrhaus

Blick auf das DorfgemeinschaftshausZoombild vorhanden

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Ein Herzensanliegen der Dettendorfer Bürgerinnen und Bürger war die Schaffung ausreichender Räume für das gesellschaftliche Leben. Ursprünglich wurden die Sanierung eines alten Schulhauses und der Neubau eines Feuerwehrhauses in Erwägung gezogen. Als das Gasthaus Kammerloher 2012 endgültig geschlossen wurde, entschieden die Vereine, ein gemeinsames Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus zu planen. Ursprünglich war geplant, das alte Schulhaus und das Feuerwehrhaus abzureißen und an derselben Stelle neu zu bauen. Später wurde jedoch die Idee entwickelt, den Neubau auf einem gepachteten Bolzplatzgelände östlich des bestehenden Geländes zu errichten. Dies hatte den Vorteil, dass das Schulhaus und das Feuerwehrhaus während der Bauzeit weiterhin genutzt werden konnten und nun mehr Platz für Gebäude, Außenanlagen und Parkplätze zur Verfügung stand. Das Haus wurde im Juni 2019 eröffnet, und die Feuerwehr zog im September desselben Jahres ein. Das Feuerwehrhaus bietet moderne Räume für den Brandschutz, während das Gemeinschaftshaus den Vereinen einen Saal, ein Stüberl, einen Musikprobenraum und Lagerflächen zur Verfügung stellt. Die Gemeinde Bad Feilnbach hat die Räume an die beteiligten Vereine überlassen, die auch Eigenleistungen erbracht und die Betriebskosten übernommen haben. Ein selbstgebauter Schuppen dient den Vereinen als zusätzliches Lager.

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Ein Haus im Rohbau

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Neuer Dachstuhl aus hellen Balken

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Gebäude der Feuerwehr

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Feuerwehrmänner stehen Spalier vor der neuen Fahrzeughalle

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Raum mit Musikinstrumenten

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Küche mit Theke

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Viele Personen in Tracht sitzen an Tischen

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Außenanlagen mit Spiel- und Bolzplatz

Gepflasterte Zufahrt vor dem FeuerwehrhausZoombild vorhanden

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Die in den Jahren 2020 und 2021 erstellten Außenanlagen vervollständigen das Gemeinschafts- und Feuerwehrhaus. Der Spielplatz unmittelbar am Gemeinschaftshaus wurde zusammen mit den Außenanlagen geplant und erstellt. Über die naturnahen Spielgeräte aus Robinienholz freuen sich viele Kinder, vor allem aus dem Kindergarten Apfelbäumchen. Ergänzt werden die Außenanlagen durch den neuen Bolzplatz, der sich zwischen Spielplatz und Radweg ins Gelände einfügt. Auch hier hat die Dorfgemeinschaft viele Arbeitsstunden investiert, um den Platz bespielbar zu machen. Als Abgrenzung zum Weg am Bach wurden ebenfalls in Eigenregie Bibersteine gesetzt und eine Buchenhecke gepflanzt.

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Garten mit Fahrradständer und Wiese

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Spielplatz mit Spielgeräten vor dem Dorfergemeinschaftshaus

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Spielplatz mit Spielgeräten

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Gepflasterter Parkplatz

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Der Förderverein – ein starker Partner

Menschen stehen zusammen oder sitzen auf Bierbänken Zoombild vorhanden

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Die Gemeinde als Bauherr des Feuerwehr- und Gemeinschaftshauses hat den Bau von Anfang an von einer erheblichen Mitfinanzierung bzw. hohen Eigenleistungen der örtlichen Vereine und der Dorfgemeinschaft abhängig gemacht. Zum einen reichten die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde für eine alleinige Finanzierung nicht aus; zum anderen wurden auch bei anderen vergleichbaren Projekten erhebliche Eigenleistungen gefordert und erbracht.
Da ein Ziel umso leichter zu erreichen ist, je mehr Personen die gute Sache unterstützen, wurde schließlich im Jahr 2015 ein Förderverein für das geplante Gemeinschaftshaus ins Leben gerufen, der die gemeinsa¬men Anstrengungen zur Finanzierung bündeln sollte. Zu den 67 Grün¬dungsmitgliedern konnten mehr als 70 weitere Mitglieder gewonnen werden, so dass der Verein derzeit rund 140 Mitglieder umfasst. Der Förderverein hat bis heute an die 200.000 Euro an Eigenmitteln aufgebracht, mit denen Bau und Betrieb des Gemeinschaftshauses gefördert werden können. Der Großteil davon, rund 130.000 Euro, wurde durch Veranstaltungen und Aktionen des Fördervereins und der Ortsvereine eingenommen.
Mit seinen Ideen und Initiativen hat der Förderverein da¬rüber hinaus auch wertvolle Beiträge für den Zusammen¬halt im Dorf und damit für die soziale Dorferneuerung geleistet: Die mit vielen schönen Momenten und Begegnungen ver-bundenen Veranstaltungen werden lange in Erinnerung bleiben.

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Menschen in einem Raum beim Betrachten von Bildern

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Sonnenschirme und Grill für Fische auf der Wiese vor dem Dorfgemeinschaftshaus

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Viele Menschen auf Stühlen sehen einen Film

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Ein Mann mit einem Trikot sitzt an einem Tisch

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Heute – nach Abschluss der Dorferneuerung – steht den Bürgerinnen und Bürgern Dettendorfs ein ansprechendes, funktionales Gemeinschaftshaus für Proben und Veranstaltungen der vielen Vereine und Gruppierungen zur Verfügung. Die Feuerwehr verfügt über ein Feuerwehrhaus, das den aktuellen Standards entspricht.
Außenanlagen, Spielplatz und Bolzplatz sind öffentlich zugänglich und werden gerne genutzt.
Straßen wurden saniert und die Verkehrssicherheit durch gezielte Maßnahmen verbessert. Durch überlegte und gelungene Planungen konnte ein attraktives Ortsbild geschaffen werden.
Der Prozess der Dorferneuerung - mit der Beteiligung und Mitarbeit vieler Personen in den verschiedensten Bereichen - stärkte den Gemeinsinn.
Dieser gesellschaftliche Mehrwert ist nicht hoch genug einzuschätzen und ein Gewinn für alle!