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Pressemitteilung
Mehr Öko-Landbau bei den Staatsbetrieben

(26. Juni 2019) München - Die Versuchsstation Neuhof (Gemeinde Kaisheim, Landkreis Donau-Ries), ein Betrieb der Bayerischen Staatsgüter, wird ab sofort ökologisch bewirtschaftet. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber besiegelte heute den Vertrag mit dem Naturland-Verband, dem bereits das Staatliche Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum in Kringell bei Passau angehört. „Mit der neuen Öko-Versuchsstation verfolgen wir konsequent und beispielhaft den Weg, den Öko-Landbau weiter zu entwickeln und die Forschung in diesem Bereich voranzubringen!“ sagte die Ministerin bei der Besiegelung des Vertrags. Bayern nimmt mit rund 10.000 Biobetrieben und einer ökologisch bewirtschafteten Fläche von knapp 345.000 Hektar bundesweit den Spitzenplatz ein. 30 Prozent aller deutschen Ökobetriebe wirtschaften in Bayern. Bereits 2012 wurde das Landesprogramm "BioRegio Bayern 2020" zum Ausbau des ökologischen Landbaus ins Leben gerufen, das nun durch das Volksbegehren Artenvielfalt noch verstärkt wird.

Die Versuchsstation Neuhof umfasst rund 190 Hektar landwirtschaftliche Fläche und befasst sich schon länger mit ökologischem Landbau. Nach dem Motto „Biodiversität vom Acker“ wurde schon in der Vergangenheit auf dem Neuhof über Alternativen zum Energiepflanzenanbau informiert. In der Versuchsstation werden umfangreiche pflanzenbauliche Versuchsreihen für den Öko-Landbau durchgeführt, beispielsweise der Anbau von Körnerleguminosen als Eiweißlieferanten, Landessortenversuche und die Weiterentwicklung von Blühflächen. Am 28. Juni findet dort ein Ökolandbau-Feldtag statt, bei dem über aktuelle Feldversuche informiert wird.

Die Bayerischen Staatsgüter leisten auf allen ihren Betrieben mit umfangreichen Maßnahmen wie Blüh- und Pufferstreifen, grünen Oasen, Wildäckern und extensiven Flächen einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität.

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    Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
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