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Dorferneuerung

Lebensqualität steigern, Entwicklung fördern – so werden Dörfer fit für die Zukunft

Bild: Dorf mit ortsnahen Flurlagen

Rund 60 % der Menschen in Bayern leben im ländlichen Raum, und immer mehr Städter zieht es aufs Land. Sie alle sehnen sich nach einem intakten, überschaubaren Lebensraum, erwarten aber dort ähnlich gute Lebens-, Wohn- und Arbeitsverhältnisse wie in den urbanen Zentren. In den letzten 20 Jahren ist die Bevölkerung auf dem flachen Land um durchschnittlich 15 % gewachsen, mehr als doppelt so stark wie in den Ballungsräumen. In den rein ländlich strukturierten Gebieten, vor allem in den Randlagen, droht dagegen häufig die Gefahr, dass immer mehr junge Leute abwandern und die Bevölkerung überaltert. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft und der Zuzug neuer Bürger vor allem im Einzugsbereich großer Städte verändern die gewachsene Dorfgemeinschaft:


Die Alteingesessenen fürchten, dass ihr Ort seine Identität verliert und die Fremden zusehends das Leben in der Gemeinde dominieren. Vielerorts ist die Landwirtschaft nur noch eine Randerscheinung. Bäuerliche Ansprüche konkurrieren im modernen Dorf zunehmend mit anderen Interessen. Trotz regional sehr unterschiedlicher Entwicklung stehen die Gemeinden vor einer dreifachen Herausforderung. Sie müssen:


  • die infrastrukturellen, wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen für das Leben auf dem Dorf schaffen.
  • den Gemeinschaftsgeist erhalten oder wieder neu beleben.
  • eine Strategie erarbeiten, die eine zukunftsträchtige Entwicklung für Dorf und Gemeinde sichert.

Diese Aufgaben erfordern Geld und Personal. Doch viele ländliche Kommunen können weder das Eine noch das Andere allein aufbringen. Deshalb gibt es das Bayerische Dorfentwicklungsprogramm. Mit ihm unterstützt der Freistaat Bayern die Gemeinden. Dörfern mit bis zu 2.000 Einwohnern steht ein breit gefächertes Dienstleistungspaket zur Verfügung. Konkret umfasst das Bayerische Dorfentwicklungsprogramm folgende Leistungen:

Bild: Nach der Renovierung befinden sich in der ehemaligen Schule das Rathaus und Räume für gemeinschaftliche Aktivitäten.
  • Öffentliche und private Maßnahmen im baulich-gestalterischen und ökologischen Bereich
    • Planungen und Konzepte
    • Gestaltung von Straßen und Plätzen
    • Erschließung von landwirtschaftlichen Hofstellen
    • dorfgerechte Ausstattung mit Kultur-, Freizeit- und Erholungseinrichtungen
    • Sanierung und naturnahe Gestaltung von Fließgewässern und Dorfweihern
    • Ortsein- und Durchgrünung
    • Verringerung der Hochwassergefahr für den Ortsbereich
    • Sanierung, Umnutzung und Revitalisierung dörflicher Bausubstanz
  • Maßnahmen im ökonomischen Bereich
    • Erwerb und Verwertung von Gebäuden im Zusammenhang mit Bodenordnungsmaßnahmen
    • Erwerb und Verwertung von Grundstücken und Gebäuden im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Innenentwicklung
    • Wiederbelebung und Umnutzung von leerstehender Bausubstanz
    • Verbesserung der Nahversorgung
  • Maßnahmen im sozialen und kulturellen Bereich
    • Seminare und Aktionen, die Information, Bildung und Motivation der Bürger fördern
    • Unterstützung von Initiativen
    • dorfgerechte Einrichtungen zur Förderung der Gemeinschaft
    • Errichtung und Renovierung von Kleindenkmälern, Bildstöcken, Brunnen, Backöfen
    • Erhaltung und Wiederherstellung von kulturhistorisch wertvollen Garten- und Freiflächen

Dabei wird großer Wert auf deren Realisierbarkeit gelegt. In diesem Zusammenhang gilt es auch, die unterschiedlichen Fachmeinungen und Förderprogramme abzustimmen und zu koordinieren, insbesondere die der Ländlichen Entwicklung und der Landwirtschaftsverwaltung. Ausgehend von dem Ziel "Analyse und Strategieüberlegungen des ILEK" kann direkt mit der Lösung und Realisierung der örtlichen Aufgabenstellungen begonnen werden.

Der Weg zum Erfolg (beispielhafter Ablauf)  PDF-Dokument

Aktionsprogramm "Dorf vital"

Beispiele:



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