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Aus einem maroden denkmalgeschützten Allgäuer Ständerbohlenhaus wird ein Museum für Kulturlandschaftsgeschichte
Durch die ortsbildprägende Lage an einer Straßengabelung mitten in Bernbeuren kommt der Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Handwerker- und Landwirtschaftsanwesens eine herausragende Stellung zu. Der Bauzustand war vor der Renovierung so mangelhaft, dass er selbst einfachsten Wohnansprüchen nicht genügte.
Durch die umfassende Sanierung und die neue Nutzung wurde das denkmalgeschützte Gebäude in seiner Bau- und Hausgeschichte erhalten und in seinem geschichtlichen Werdegang selbst Teil der Ausstellung. Das Auerbergmuseum ist auf einen überregionalen Wirkungskreis ausgerichtet und widmet sich der 2000 Jahre alten Kulturlandschaft Auerberg, die auf den drei Geschoßebenen in attraktiver und vielfältiger Weise dargestellt wird.
Gerade der Gegensatz von alter Bausubstanz und zeitgemäßen Einbauten trägt zu einer Steigerung der baulichen Gesamtqualität und des überzeugenden Raumeindruckes bei. Besonders zu erwähnen ist der Erhalt der geschlossenen Dachflächen, was die Einfügung des Gebäudes in die gebaute Umgebung gewährleistet. Hier wurde an bedeutsamer Stelle im Dorf ein geschichtlich wichtiges Gebäude erhalten und einer zeitgemäßen Museumsnutzung zugeführt, die das historische Wissen innerhalb der Bevölkerung vertiefen und damit Identität und örtliches Geschichtsbewusstsein fördern soll. Insgesamt wurde ein Baudenkmal vorbildlich saniert, das auf vielfältige Art zur Innenentwicklung beiträgt und damit ein positives Beispiel für die Sinnhaftigkeit solcher Maßnahmen aufzeigt.
Dorferneuerung Bernbeuren, Gemeinde Bernbeuren, Lkr. Weilheim-Schongau, Oberbayern
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