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Nach der Revitalisierung des Rathauses steht es für kommunale und gemeinschaftliche Zwecke zur Verfügung
Die Revitalisierung des Alten Rathauses ist das Schlüsselprojekt der Dorferneuerung für das 750-Seelen Dorf und zugleich Keimzelle für weitere dörfliche Entwicklungen. Nach vier Jahrzehnten Leerstand ist das 1686 im Stil der Spätrenaissance erbaute und neben der Kirche kulturhistorisch wie denkmalpflegerisch wertvollste Gebäude des Ortes wieder in den Besitz der Gemeinde und in die Nutzung durch die Dorfgemeinschaft übergegangen.
Damit bildet das älteste profane Bauwerk der Gemeinde - Zeitzeuge früherer dörflicher Selbstverwaltung - wieder das bauliche wie gelebte Gegenüber zur geistlichen Herrschaft. Mit der Kirche, der Alten Schule, dem Lehrergarten und dem Stangenbrunnen am Kirchberghang bildet es ein außergewöhnliches städtebauliches Ensemble.
Der über einem Hanggeschoss errichtete Fachwerkbau war immer ein kompaktes Multifunktions- und Mehrgenerationenhaus. Früher diente es als Ratssaal, Dorfgericht, Gefängnis, Hebammenstützpunkt und Feuerwehrhaus. Heute finden die Vereine, das Dorfmuseum samt Gemeindearchiv, das Standesamt sowie allgemeine Versammlungs- und Veranstaltungsräume hier ihren Platz.
In Anbetracht des äußerst desolaten Gebäudezustandes ist es besonders hoch zu würdigen, dass die Gemeinde mit Unterstützung der Denkmalpflege und der Dorferneuerung das Haus erwarb und von Grund auf und unter weitgehender Schonung des historischen Bestandes sanieren ließ. Es trägt nicht nur maßgeblich zur Innenentwicklung des Ortes bei, sondern strahlt seiner neuen Bedeutung gemäß von der Dorfmitte wieder über den ganzen Ort hinaus.
Dorferneuerung Rieden, Gemeinde Hausen, Lkr. Würzburg, Unterfranken
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