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Korbhaus ist wieder bewohnt und sanierte Scheune ist Museum für die Ausstellung „Fossa Carolina“

Korbhaus (Austragshaus) mit Ergeschoss und ausgebautem Dachgeschoss, dessen Räume bis zum First offen sind.

Auch wenn es 40 Jahre unbewohnt und lediglich für Lagerzwecke genutzt wurde, ließ die Familie Hüttinger das Korbhaus (Austragshaus) nicht verfallen. Als sich der Urenkel und seine Ehefrau für sanierte historische Wohnhäuser interessierten, kam auch das Erbe der Urgroßmutter in den Blickwinkel. Nach vier Jahren Planungs- und zwei Jahren Bauzeit ist das Korbhaus wieder bewohnt, mit zusätzlichem Wohnraum im Zwischenbau zur Scheune. Zudem ist es jetzt Einzeldenkmal im geschützten Ensemble der Karlsgrabenstraße. Die Scheune ist saniert und Museum für die Ausstellung „Fossa Carolina“.

Was nur im Jahr 1993 als Beitrag zur 1 200 Jahr Feier vorgesehen war, blieb eine Dauereinrichtung: die Ausstellung „Fossa Carolina“, die dann auch von Anfang an eine der Planungen bei der Generalsanierung war. Nun steht sie wieder an gleicher Stelle, in der sanierten Scheune des Jurakleinbauernhofes, direkt am Altmühl-Radweg und unweit vom Karlsgraben. Sie erfüllt das Leitbildziel der Dorferneuerung - „Dörfer im Schatten Karls des Großen“ – mit Leben. Gleichzeitig sehen die vielen Ausstellungsbesucher ein ausgezeichnetes Beispiel zur Innenentwicklung durch Wiederbelebung leer stehender Bausubstanz, einem Schwerpunkt der Dorferneuerung in Bayern.

Saniertes Kastenfenster mit Originalbeschlägen. Davor Fensterbank mit Blumengesteck in rustikalem Tontopf.

Das Projekt „Korbhaus sanieren und wieder bewohnen“ wäre ohne die 4 100 geleisteten Arbeitsstunden von Familie und Verwandtschaft nicht finanzierbar gewesen. Wo immer es möglich war, wurde selbst Hand angelegt: u. a. nummerieren der Fußbodenplatten für den Wiedereinbau, restaurieren der Fenster, Deckenputz im gleichen Aufbau erneuern, restaurieren der Holztreppe, ausbauen des Dachgeschosses bis zum Giebel. Natürlich wurde auch die Elektro- und Sanitärinstallation komplett erneuert sowie eine Wandheizung eingebaut. Die denkmalpflegerische Leitlinie war: Zeitgenössische Ausbaudetails erhalten und originalgetreu sanieren, wie handgebeilte Dachsparren oder den Obereichstätter Stubenofen, ein Blickfang im Erdgeschoss.


Dorferneuerung Graben, Stadt Treuchtlingen, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen, Mittelfranken


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