Seitenanfang : weiter zum Inhalt|
weiter zur Themennavigation|
Ländliche Entwicklung in Bayern| Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten |
Wappen mit Link auf die Startseite des StMELF|
Kopfnavigation: weiter zur Position im Verzeichnisbaum|
Position im Verzeichnisbaum: weiter zum Inhalt|
StMELFLändliche Entwicklung in BayernUnsere InstrumenteFlurneuordnung
Inhalt: zurück zum Seitenanfang|

Markt Bechhofen a.d. Heide - zukunftsweisend strukturiert

Attraktivitätsverlust als Folge des landwirtschaftlichen Strukturwandels, Stillstand in der Gewerbeentwicklung, eine wenig leistungsfähige Infrastruktur und daraus resultierende Abwanderungstendenzen vor allem der jüngeren Generation kennzeichneten die Situation des Marktes Bechhofen an der Heide im südlichen Landkreis Ansbach vor der Ländlichen Entwicklung. Insgesamt 11 Flurneuordnungen mit Dorferneuerung in 28 Ortsteilen erstreckten sich mit einer Gesamtfläche von rund 5.000 ha nahezu auf das gesamte Gemeindegebiet.

Bild: Luftbild zeigt die bestehenden Äcker und Wiesen gleichzeitig mit den künftigen Gewerbegrundstücken im neu ausgewiesenen 13 ha großen Gewerbegebiet.

Im Vordergrund der Verfahren standen die Verbesserung der Existenzgrundlagen für die bäuerliche Landwirtschaft und die Steigerung der Standortqualität des Marktes Bechhofen. Zur Umsetzung dieser Zielsetzungen haben vor allem große und mit einem neuen Wegenetz gut erschlossene Wirtschaftsflächen, neue Gemeindeverbindungswege sowie Bau- und Gestaltungsmaßnahmen beigetragen. Dreh- und Angelpunkt bei allen Überlegungen und Planungen zur notwendigen Maßnahme am richtigen Fleck war das Bodenmanagement. Zur Abdeckung des Landbedarfs für öffentliche Vorhaben wurden an x-beliebiger Stelle in den 11 Flurneuordnungen rund 250 ha gekauft und im Zuge des Bodenmanagements zum Standort des jeweiligen Bauvorhabens verlegt.

Besonders vorteilhaft war die Kombination der Flurneuordnung mit der umfassenden Dorferneuerung, um die Lebens-, Wohn- und Arbeitsverhältnisse wirksam zu verbessern. Die Bündelung der anstehenden Einzelaufgaben hat den Weg zu ungeahnten Lösungen in Dorf und Landschaft, Gemeinde und Region geöffnet und zu einer besonders nachhaltigen Gemeindeentwicklung beigetragen. Das gesamte Investitionsvolumen im öffentlichen und privaten Bereich beläuft sich auf etwa 35 Mio. Euro. Die Fördermittel Bayerns, des Bundes und der EU betrugen 16,5 Mio. Euro.

Die zukunftsweisenden Strukturmaßnahmen zeigen eine beachtliche Wirkung. Seit Beginn von Flurneuordnung und Dorferneuerung ist ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum von 5.183 Einwohnern auf 6.358 Einwohner im Jahr 2003 zu verzeichnen. Bei 2.150 Erwerbstätigen stehen 1.833 Arbeitsplätze im Gemeindegebiet zur Verfügung. Die verbesserte Anbindung an das Oberzentrum Ansbach und die Bundesautobahn A 6, Heilbronn–Nürnberg, ist für Gewerbetreibende sowie Aus- und Einpendler von großer Bedeutung. Die geschaffenen Freizeiteinrichtungen und das Freizeitwegenetz dienen der einheimischen Bevölkerung sowie der Belebung des Tourismus im Einzugsgebiet des Fränkischen Seenlands und des Naherholungsgebietes Hesselberg.

Bild: Eigenständige Funktionen in paralleler Anordnung: Staatsstraße, Grünstreifen, landwirtschaftlicher Weg

Die Existenzgrundlage für 43 landwirtschaftliche Betriebe mit rund 60 Arbeitsplätzen erfuhr eine grundlegende Verbesserung durch ein gut ausgebautes landwirtschaftliches Wegenetz mit einer Gesamtlänge von 59 km sowie Zusammenlegung von zersplittert gelegenen Grundstücken zu großen Wirtschaftsflächen. Die neuen Wege dienen überörtlichen Pachtbeziehungen ebenso wie dem Aufbau eines Freizeitwegenetzes.


Zurück zu Flurneuordnung