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Rentable Landbewirtschaftung harmoniert mit Naturschutz und Landschaftspflege

Biotopverbund Straßkirchner Moos durch Bodenmanagement erst möglich


Foto: Storchenpaar mit seinen Jungen im Nest auf Hausdach
Foto: Tracktor mit Heckmäher pflegt extensive Fläche.
Foto: Sieben Personen besprechen Plan in der Flur.

Naturschutz und Landschaftspflege stehen im Niedermoorgebiet Straßkirchner Moos mit den Interessen der Landwirte in ausgewogener und nachhaltiger Allianz. Einerseits verfügen die Haupt- und Nebenerwerbslandwirte nun in einem Gesamtgebiet von 600 Hektar über große, gut geformte Felder mit geregelten Zufahrten. Andererseits wurde in dem hochwertigen Lebensraum (ABSP-Gebiet) für Flora und Fauna ein Biotopverbund verwirklicht, der insbesondere gefährdeten Arten wie Blaukehlchen oder Weißstorch intakte Lebensbedingungen bietet. Die Landwirte haben dafür 9 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche bereitgestellt, die durch Bodenmanagement an die Stellen verlegt wurden, wo sie für den Biotopverbund gebraucht wurden. Heute pflegen die Landwirte die ca. 50 Hektar Biotopflächen nach einem eigens ausgearbeiteten Konzept und verdienen sich so ein Zusatzeinkommen.

Zu Beginn schienen die Positionen unvereinbar – auf der einen Seite der Wunsch nach deutlichen agrarstrukturellen Verbesserungen und auf der anderen Seite die Sicherung des Lebensraumes für bestimmte Arten. Mittler auf dem sehr schwierigen Weg zur Verständigung war die Landschaftsplanung im Rahmen der Flurneuordnung. Von den vielen geplanten Einzelmaßnahmen wurden zunächst drei Schlüsselmaßnahmen umgesetzt: Ein 2,5 ha großes Storchenbiotop – landwirtschaftlich extensiv genutzt und gepflegt – sowie zwei Grabenverlegungen mit neuen Wegen und Schutzstreifen zur angrenzenden Ackerlage. Daraufhin wichen die gegenseitigen Vorbehalte einem Miteinander von Landwirtschaft, Naturschutz und Landschaftspflege. Jetzt begleiten beidseitig teilweise bis zu 20 m breite Streifen die um die Jahrhundertwende angelegten oder nun verändert geführten Gräben. Ganz wichtig war den Verantwortlichen dabei auch, die sehr schmalen und bis zu zwei Meter tiefen Gräben im Profil so zu verändern, dass sie für Mensch und Tier ungefährlich und faunistisch artgerecht sind. Die zahlreichen Biotopelemente sind Lebensräume für Tiere und Pflanzen, stehen in intaktem Verbund und dienen dem Gewässerschutz.

Flurneuordnung Straßkirchner Moos, Gemeinden Irlbach und Straßkirchen, Lkr. Straubing-Bogen, Niederbayern

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