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Freiwilliger Nutzungstausch

So werden große Wirtschaftsflächen freiwillig, schnell und kostengünstig auf Pachtbasis geschaffen

Bild: Bodenbearbeitung und Aussaat gleichzeitig - Traktor mit Heck- und Frontarbeitsgeräten auf großer Wirtschaftsfläche

In Zeiten zunehmenden Wettbewerbs wird es in der Landwirtschaft noch wichtiger, kostengünstig mit möglichst geringem Aufwand zu produzieren. Diesem Ziele stehen häufig die Grundstücksstrukturen entgegen: Die Felder und Wiesen der Betriebe liegen weit zerstreut. Sie sind klein und ungünstig zugeschnitten. Hinzu kommt, dass auf Grund des ständig wachsenden Pachtflächenanteils die Zahl an nicht zusammenhängenden Wirtschaftsflächen weiter zunimmt. Dies führt zu unrentablem Arbeits- und Zeitaufwand. Hier kann der Freiwillige Nutzungstausch Abhilfe schaffen, indem Wirtschaftsflächen auf Pachtbasis freiwillig, schnell und kostengünstig zusammengelegt werden. Die Eigentumsverhältnisse selbst bleiben unverändert. Ökologische Interessen werden bei der Zusammenlegung berücksichtigt.

Der Freiwillige Nutzungstausch wird von den Landwirten oder der Gemeinde beim Amt für Ländliche Entwicklung beantragt und von diesem geleitet. Tauschgrundlage ist ein Bewirtschaftungskonzept, das die Landwirte und Verpächter mit Unterstützung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und ggf. eines beauftragten Helfers erstellen.

Folgende Merkmale kennzeichnen den Freiwilligen Nutzungstausch:

  • Die Zusammenlegung von Wirtschaftsflächen erfolgt ausschließlich freiwillig. Dabei findet kein Eingriff in Eigentumsstrukturen statt.
  • Die Pachtverhältnisse werden neu gestaltet. Bestehende Verträge können aufgelöst und in Sammelpachtverträgen neu geregelt werden. Möglich ist auch die Erlaubnis zur Unterverpachtung.
  • Die neuen Wirtschaftsflächen werden in der Örtlichkeit verpflockt. Grenzsteine, die großflächiges Bewirtschaften behindern, können auf Antrag tiefer gesetzt werden.
  • Die entstehenden Aufwendungen können gefördert werden, wenn die Mindestpachtzeit 10 Jahre beträgt. Dies betrifft auch kleinere Bau- und Gestaltungsmaßnahmen, wenn sie für den Freiwilligen Nutzungstausch notwendig sind.

Der Weg zum Erfolg (beispielhafter Ablauf)  PDF-Dokument

Beispiel:



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