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Ländliche Entwicklung in Bayern| Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten |
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Integrierte ländliche Entwicklung

So können ländliche Kommunen sich gegenseitig ergänzen und gemeinsam ihre Standortqualität steigern

Vogelperspektive: Weite Landschaft des Ilzer Landes im Bayerischen Wald mit Dörfern, Äckern, Wiesen und Wäldern.
LkW, kleines Lieferfahrzeug, Stapler und Personengruppe im weitgehend überdachten Liefer- und Verladebereich zwischen zwei Produktionshallen.
Traktor mit einem angehängten und seitlich gezogenen, breiten Kreiselmäher im Einsatz.
Zwei Wirtschaftsgebäude: Solarzellenfläche auf dem Satteldach und sieben einzelne längliche Solarelemente auf einem Pultdach.

Mit der integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) steht seit 2004 ein neues Instrument mit interkommunalem und regionalem Ansatz bereit, um ländliche Regionen eigenständig zu entwickeln. In rund 70 Gemeindeallianzen kooperieren bereits rund 500 Gemeinden. Allein seit 2005 wurden 30 neue Projekte initiiert, in denen rd. 200 Gemeinden begleitet und unterstützt durch die Verwaltung für Ländliche Entwicklung integrierte ländliche Entwicklungskonzepte (ILEK) erarbeiten. Gemeinsam wollen sich die Gemeinden im Wettbewerb stärken und ihren Standort attraktiv und lebenswert gestalten. Hierbei werden ökonomische, ökologische und soziale Potenziale der Dörfer, der Kulturlandschaft, der Infrastruktur, der Grund- und Nahversorgung, der Kultur und des Gemeinschaftslebens in Wert gesetzt oder neu erschlossen. Wertschöpfung durch funktionierende Kreisläufe in intakten Regionen, Dörfern und Kulturlandschaften ist das sicherste Grundkapital für die Heimat von Menschen. Entscheidend sind nicht sektorale Zuständigkeiten von Verwaltungen, sondern die umfassenden Zuständigkeiten und Handlungsfelder der Gemeinden.

Unabhängig von Ressortzuständigkeiten erarbeiten deshalb die kooperierenden Kommunen selbst, unterstützt durch die Ländliche Entwicklung als Partner über- gemeindliche Entwicklungsstrategien, die in einem ILEK zusammengefasst sind, um

  • die Dörfer und die Kulturlandschaft für Jung und Alt mit einer attraktiven Lebens- und Wohnqualität und guten Beschäftigungsperspektiven in Wert zu setzen,
  • die Grund- und Nahversorgung zu verbessern und kommunale Dienstleistungs- und Versorgungseinrichtungen gemeinsam nutzen zu können,
  • die erforderliche Infrastruktur bedarfsgerecht zu verbessern,
  • die Dörfer durch Innenentwicklung zu stärken, die Siedlungsstruktur zukunftsgerecht zu entwickeln und bauliche Leitbilder zu erstellen,
  • dem Flächenverbrauch und der Oberflächenversiegelung im kommunalen, privaten und gewerblichen Bereich entgegenzuwirken und leer stehende und leer fallende Bausubstanz zu revitalisieren,
  • zeitgemäße Landnutzungskonzepte unter Berücksichtigung von Biodiversität, wirksamem Biotopverbund und der Erhaltung und Aufwertung der Ressource Kulturlandschaft zu erstellen,
  • die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft zu verbessern sowie neue Arbeitsplatzpotenziale innerhalb der kommunalen Allianz, vor allem durch die Belebung regionaler Kreisläufe, zu entwickeln,
  • zusätzliche Wertschöpfung durch Tourismus zu erschließen und die Attraktivität von Kultur-, Freizeit- und Erholungseinrichtungen zu steigern,
  • mit Verdichtungsräumen und Metropolregionen zusammenzuarbeiten und wirtschaftliche Verbindungen zu erschließen,
  • mit gemeinsamen Konzepten weiträumig die topografischen Möglichkeiten zur Wasserrückhaltung in der Landschaft zu nutzen,
  • den Klimaschutz durch den Einsatz erneuerbarer Energien zu stärken und die Energieeffizienz zu verbessern,
  • wirksamen und effizienten technischen Umweltschutz zu fördern,
  • durch leistungsfähige, technologie- und anbieterneutrale Breitbanderschließung die Standortqualität ländlicher Raum aufzuwerten,
  • Bürgerengagement, Ehrenamt und Gemeinschaftsleben als Entwicklungspotenzial für die Umsetzungsprojekte und die Zukunft zu fördern sowie
  • die gemeinsamen Entwicklungsstrategien wirtschaftlich realisieren und nachhaltig betreiben zu können.

Eröffnungsfeier der Bayerischen Tage der Dorfkultur 2001: Die Weinprinzessinnen der Ausrichterorte zeigen die blaue Dorfkulturtagefahne vor dem feierlichen Hissen.

Zwei Jungen im viereckigen Kneippbecken mit Handlauf in der Mitte. Die Eltern sitzen auf einer Bank (halber Holzstamm) und schauen ihren Kindern zu.

Zweierkajak fährt im Wildwasser. Die Sportler tragen Helm und Rettungsweste. Das Ufer besteht aus Felsgestein und geht in Wald über.

Bamberg - Mitglied der Metropolregion Nürnberg. Blick auf Fachwerkhäuser von "Klein Venedig" Bambergs. Im Hintergrund die Michelskirche, auf einem der sieben Hügel der Stadt.


Die Ländliche Entwicklung bringt fachliche, planerische, bodenordnerische und methodische Kompetenz und ihr Know-how für eine aktive Bürgermitwirkung in die Kooperation ein. Sie bietet darüber hinaus zu den Handlungsfeldern Dorf und Siedlung, Landschaft und Landnutzung, Landwirtschaft und Gewerbe, Grund- und Nahversorgung sowie Tourismus und Erholung die Umsetzung der Entwicklungsstrategien durch Dorferneuerung und Flurneuordnung.

Mehr zum Ablauf einer integrierten ländlichen Entwicklung und zur Erarbeitung eines integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes:

Beispiele:


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