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Gute Wege sind eine Existenzgrundlage

Neuer Weg zur Alpe Oberberg, dessen Trasse im Hang geschaffen wurde. Alpe im Hintergrund: Bewirtungsbereich mit Sonnenschirmen vor dem Haus mit flacherem Anbau und neu gebauter Sennerei daneben.

Der Alpenraum ist ein sehr beliebter Freizeit- und Erholungsraum für Wanderer, Radler, Skifahrer, Rodler etc. Sie alle genießen die wunderschöne alpine Landschaft mit blumenreichen Bergwiesen und schätzen die Einkehr in bewirtschaftete Alpen und Almen. Auch die Erholungssuchenden profitieren von den landschaftsgerecht gebauten Alm- und Alpwegen zu den Almen und Alpen. Gute und bedarfsgerechte Wege sind für eine rentable Bewirtschaftung der 710 Almen in Oberbayern und 681 Alpen im Allgäu unverzichtbar und somit auch eine Lebensader zur Erhaltung dieser wertvollen Kulturlandschaft für den Naturschutz, die Landschaftspflege und den Tourismus.

Die nahezu 50 Sennereien in den Allgäuer Alpen produzieren jährlich 80 Tonnen köstlichen und begehrten Bergkäse. 5,5 Tonnen davon werden auf der Sennalpe Oberberg erzeugt und die 180 Laib werden Stück für Stück direkt an Wanderer vermarktet. Die 55 000 Liter Milch liefern 32 „Leasing-Kühe“, die im Sommer auf 30 Hektar weiden. Der Oberberg-Älpler investierte nach der Fertigstellung des Weges in ein weiteres Betriebsgebäude und modernisierte die Sennerei. Den bäuerlichen Familienbetrieb führt derzeit die vierte Generation.


Hanglage mit dem neu gebauten Weg, des Trasse sich dem Gelände anpasst und die Steigung u. a. durch eine Kehre bewältigt.

Bergpanorama mit Blick in ein Tal, durch den ein Weg führt. Im Hintergrund schneebedeckte Berge. Liegende Kuh auf Bergwiese. An den grünen Hängen abwechselnd Wald und Bergwiesen.

Die Sennerin und der Senner gießen Milch in den Käsekessel.

Der Senner schmiert den Käselaib mit Salzlake ein. Hinter ihm ein Regal mit Zwischenböden, auf denen die großen runden Käselaibe gelagert sind.


Weg zur Alpe Oberberg mit befestigter Trasse. Fahrzeug fährt an trassenbedingten Böschungen vorbei und versprüht für neuen Bewuchs Samen plus Ökobindemitteln, die den Samen vor Winderosion schützen.

Vom Berg Mittag aus war die Sennalpe Oberberg früher nur mühsam über einen schmalen Bergpfad erreichbar. Mittlerweile führt zur Sennalpe Oberberg ein 1,4 km langer Schotterweg mit bituminös gebundener Oberfläche. Dadurch sind nun die Bewirtschaftung der Alpe und des 5 Hektar großen Bergwaldes erheblich leichter geworden. Zudem werden die letzten 500 Meter vor der Alpe an den meisten Sommertagen morgens und abends als Viehtriebweg genutzt und ersparen den Weideflächen Trittschäden. Für diesen Teil der Erschließung investierte der Älpler 56 000 Euro.

Zusätzlich brachte der Oberberg-Älpler 46 000 Euro für die Erschließung vom Tal aus auf. Sie sind für 1,4 km sanierten Alpweg ab Immenstadt, von dem insgesamt elf Zufahrten zu Alpen abzweigen, und für 3,7 km neu gebauten Alpweg, der zwei Sennalpen und zwei Jungviehalpen erschließt. Alle Erschließungsmaßnahmen zusammen kosteten 880 000 Euro. Die Förderung betrug 67 %. Der Eigenanteil aller Älpler belief sich auf ca. 290 000 Euro. Einschätzungen gehen von einer 90 %igen Nutzung der Alpwege für Naherholungsgäste und Touristen aus.


Wegebau Alpe Oberberg, Gemeinde Blaichach, Lkr. Oberallgäu


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