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Presseinformationen Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern
Erosion vermeiden und Bäche verbessern - Flurneuordnung Bodenkirchen II zum Schutz der Bina eingeleitet

(8. November 2016) Bodenkirchen - Um zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität in der Bina und ihrem Einzugsbereich im Gemeindegebiet von Bodenkirchen umsetzen zu können, startet das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern die Flurneuordnung Bodenkirchen II. Amtsleiter Roland Spiller übergab die Einleitungsurkunde an Bürgermeisterin Monika Maier und sagte: „Wir wollen durch Flächentausch und Baumaßnahmen den Stoffeintrag in die Bina minimieren.“ Das Projektgebiet umfasst neben den Einzugsbereichen des Gassauer Mühlbachs, des Sippenbachs und des Hinteröder Bachs sogenannte Problemmulden im gesamten Gemeindegebiet. Das Projektgebiet ist zunächst 24,5 Hektar groß. Die Kosten für die Bodenordnung, den Bau von abflussverminderten Anlagen sowie Pflanzmaßnahmen werden zu 80 Prozent vom Amt übernommen. Es stellt dafür in den nächsten Jahren 300.000 Euro Landes- und Bundesmittel zur Verfügung. Die restlichen Ausgaben übernimmt die Gemeinde Bodenkirchen.

Erst kürzlich wurde am sogenannten „bina blues-Abend“ mit einem Benefizkonzert der Hot Shots Blues Band auf die Veränderungen an der Bina aufmerksam gemacht: In einigen Bereichen ist das Ufer an der Bina flacher geworden, neue Bäume und Büsche bieten Lebensraum für Tiere. Cornelia Reiff, die zuständige Betreuerin am Amt, freut sich, wenn jetzt durch zusätzliche Maßnahmen in der Fläche die Gewässerqualität weiter verbessert wird. „Wir können Gemeindeflächen mit denen privater Grundstückseigentümer tauschen und so sinnvoll auch Rückhaltemaßnahmen auf öffentlichem Grund ausweisen“, so Reiff. Geplant ist auch, Uferbereiche entlang der eingetieften Fließstrecken zu verbessern und sowohl die Ufer als auch die Bachbette vielfältiger und abwechslungsreicher zu gestalten.

Das Landschaftsbüro Riedl-Pirkl-Theurer aus Landshut hat ein erstes Maßnahmenkonzept gemeinsam mit den betroffenen Grundstückseigentümern und der Gemeinde Bodenkirchen erstellt. Es entspricht den Zielen der sogenannten Initiative boden:ständig der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung zum Boden- und Gewässerschutz. Dabei setzen die Verantwortlichen auf die Freiwilligkeit der beteiligten Grundstückseigentümer. Wenn weitere Landwirte ihre Flächen mit der Gemeinde tauschen, um noch mehr sinnvolle Maßnahmen zur Abflussminderung und zur Reduzierung des Stoffeintrages zu realisieren, kann das Projektgebiet jederzeit erweitert werden. Es gibt weitere Bachläufe, deren Wasserqualität noch verbessert werden kann.
Ein Bach schlängelt sich durch intensiv landwirtschaftlich genutzte Felder. Er wurde erst kürzlich baulich verändert und hat jetzt eine mäandrierende Form.

Foto Gemeinde Bodenkirchen
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