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Presseinformationen Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern
Leberskirchen hat in der Dorferneuerung viel erreicht

(04. Mai 2017) Leberskirchen. Die aktiven Bürgerinnen und Bürger von Leberskirchen (Gemeinde Schalkham) waren in den letzten Jahren die treibende Kraft in ihrer Dorferneuerung. Mit Unterstützung des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern wurden 850.000 Euro in öffentliche Maßnahmen investiert, etwa die Hälfte davon waren Fördermittel. „Wir können auf einen erfolgreichen Prozess, der mit der Renovierung des ehemaligen Wirtshauses begann, zurückblicken“, so Cornelia Reiff, die zuständige Sachgebietsleiterin am Amt.

Zunächst musste Leberskirchen einen Tiefschlag erleben: 1995 machte das Wirtshaus „Zur Linde“ zu. Die Dorfgemeinschaft mit der reaktivierten Sing- und Spielgruppe war sich sofort einig: „Wir müssen unser Dorfwirtshaus behalten“. Der Sing- und Spielkreis kaufte mit Unterstützung der Gemeinde Schalkham das Wirtshaus. Auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Hans Noppenberger wurde daraufhin die Dorferneuerung begonnen und das Wirtshaus und der dazugehörige Wirtsstadel renoviert. Mit im Boot war neben der Gemeinde und dem Amt auch die Kirchenstiftung Leberskirchen. Die Renovierung des Wirtshauses und der Bau eines neuen Mehrzwecksaals schlugen mit 350.000 Euro zu Buche.

Diese Kosten waren nicht höher, da die Leberskirchner einen Großteil der Arbeiten unentgeltlich leisteten. Mit den weiteren 500.000 Euro konnten ab 2002 zunächst der Mühlenweg und die Brückenstraße neugestaltet werden. Gehsteige und Gehwege an der Brücken- und Schalkhamer Straße wurden erstellt. Kurz nach seiner Wahl konnte der damals neue Bürgermeister Lorenz Fuchs dann die Verantwortlichen der Verwaltung für Ländliche Entwicklung davon überzeugen, dass auch die Dornauer Straße und das Umfeld des Feuerwehrhauses erneuert werden müssen.

Die teilweise baufällige Friedhofsmauer wurde erneuert. Den Umgriff rund um das Wirtshaus mit Vorplatz und Parkplätzen hat man neu strukturiert. Spielgeräte am Spielplatz wurden gefördert und in ehrenamtlicher Tätigkeit aufgestellt. Auch das Grün im Dorf kam nicht zu kurz. Einige wie Mauern wirkenden Thujen Hecken sind verschwunden und sind nun durch dörfliche Hecken, Sträucher und Bäume ersetzt. Einige Dorfbewohner haben die Chance genutzt und in ihr eigenes Anwesen investiert. 13 Anträge auf Privatförderung gingen beim Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern ein und rund 40.000 Euro Fördergelder konnten ausbezahlt werden.
Sehr viele Arbeiten haben die Leberskirchner Bürger ehrenamtlich durchgeführt. Sie packten tatkräftig bei der Renovierung des Wirtshauses und den verschiedenen Pflanzaktionen mit an. Auch beim Bau des neuen Mehrzwecksaals waren viele Helfer vor Ort. Heute ist der Erfolg dieser guten Zusammenarbeit sichtbar und über die Gemeindegrenzen hinweg bekannt.

Nach den Bauarbeiten kam ein elementarer Abschnitt im Verfahren: Die Grundstücksgrenzen wurden der neuen Situation angepasst. Nun trat vermeintlicher Stillstand ein. Man sah keinen Fortschritt mehr. Dem war aber nicht so. Es wurden Arbeiten im Hintergrund erforderlich, die in Leberskirchen erheblich länger als gewöhnlich dauerten. In Zusammenarbeit mit dem Vermessungsamt in Landshut war man sich bald einig, dass man die anstehenden Vermessungsarbeiten in Leberskirchen nutzen soll, um die Berechnung der „neuen“ Flurstücke auf den aktuellsten Stand zu bringen. „Somit konnte die Dorferneuerung auch in rechtlichen Hinsicht einen Beitrag für die Zukunft leisten“, erklärte der zuständige Projektleiter vom Amt für Ländliche Entwicklung Joscha Haebler.

Anfang des letzten Jahr wurden endgültig die neuen Grenzen in Grundbuch und Kataster eingetragen. Bei der Schlussfeier im Oktober konnte man mit Stolz auf das Erreichte zurückblicken. Der Termin für die Schlussfeststellung, dem letzten offiziellen Schritt in der Dorferneuerung, ist für Mai 2017 angesetzt. Die Dorferneuerung mit der Teilnehmergemeinschaft geht, aber das lebendige Leberskirchen mit seinen aktiven Bürgerinnen und Bürgern bleibt.

Ein frisch renoviertes Gebäude mit einem holzverschalten Anbau. Davor eine gekieste Fläche und die umliegenden Bäume mit herbstlich gefärbtem Laub.

Amt für Ländliche
Entwicklung Niederbayern

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