Luftbild der Donauschleife bei Osterhofen im Lkr. Deggendorf mit Ortschaften und Agrarlandschaft.

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Integrierte Ländliche Entwicklung
Wie kann eine Zusammenarbeit der Kommunen gelingen? - Netzwerktreffen zur interkommunalen Kooperation

Ein Saal in einem historischen Gebäude mit besetzten Stuhlreihen vor einem Podium. Aufmerksam verfolgen die Besucher die Vorträge.

Um den Informations- und Erfahrungsaustausch zu fördern, lud das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern zum zweiten Mal die niederbayerischen Gemeinden zu einem Treffen des Netzwerkes Integrierte Ländliche Entwicklung ein. Mehr als 110 Bürgermeister, Regionalmanager und Umsetzungsbegleiter informierten sich in Oberalteich über verschiedene Wege der Zusammenarbeit und dabei entstandenen Projekten. „Kooperation und Kommunikation stehen dabei im Mittelpunkt“, sagte Amtsleiter Roland Spiller bei seiner Begrüßung.

Bürger wieder für ihre Heimat begeistern

Nach einer musikalischen Einstimmung mit dem Video „Niederbayern“ von Hannes Ringlstetter und der Begrüßung durch Bogens Bürgermeister Franz Schedlbauer eröffneten zwei Gäste aus Österreich die Vortragsreihe. Gerhard Peham, Geschäftsführer der Beratungsfirma „Die Schatzsucher“ stellte drei zentrale Fragen an die Zuhörer: Was ist wirklich wichtig? Wie können wir die Zusammenarbeit fördern und stärken? Was brauchen die Menschen damit sie sich einbringen? Anschließend gab Ing. Karl Sieghartsleitner, Altbürgermeister der Gemeinde Steinbach an der Steyr, die aus seiner Sicht wichtigen Antworten darauf. „Mit neuem Bewusstsein – basierend auf Dankbarkeit und Wertschätzung gekoppelt mit einer neuen Qualität unserer Beziehungsfähigkeit und der ständigen Berücksichtigung der christlichen Werte als Fundament für unser gemeinsames Handeln können Kommunen die anstehenden Probleme lösen“, so der Begründer des bekannten Steinbacher Weges. In den vergangenen Jahren wandelte sich die dem vermeintlichen Untergang geweihten Kommune Steinbach zu einer international bekannten Modellgemeinde für Nachhaltigkeit. Aus den Erfahrungen Steinbachs wurde die Methodik für die Lokale Agenda 21 in Oberösterreich abgeleitet.

Welche Rolle übernimmt die Kommune?

Anschließend stellte Dr. Olaf Heinrich die Entwicklung der Stadt Freyung vor. Die Schlüsselrolle lag und liegt bei der Kommune als Impulsgeber, Initiator und Motivator. „Die Maxime muss lauten: Vorleben statt vorgeben“, zeigte sich Dr. Heinrich überzeugt. „Durch Wertschätzung und Begeisterung als Motoren der Stadtentwicklung haben wir Freyung wieder zu einer lebendigen Stadt gemacht“, so deren 1. Bürgermeister. Wichtig sei dabei immer der Kontakt und die Kommunikation mit den beteiligten Bürgern, Grundstücksbesitzern und Investoren gewesen. Mit dem Thema „Kommunikation“ beschäftigte sich dann Philipp Ehrenberger von bildschnittTV. Er zeigte die aktuellen Entwicklungen und Möglichkeiten der sozialen Netzwerke auf, denn: „Soziale Medien sind in einer zukunftsorientierten und modernen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Steigende Nutzerzahlen und attraktive Inhalte zwingen Unternehmen und Organisationen zum Umdenken“, so der Medienexperte.

An der folgenden Podiumsdiskussion nahmen neben Karl Sieghartsleitner, Dr. Olaf Heinrich und Philipp Ehrenberger auch Maximilian Geierhos, Leiter der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung und Aschas 1. Bürgermeister Wolfgang Zirngibl teil. Moderatorin Nina Kiehlbrei vom Amt startete mit der Frage: `Was sind die Erfolgsfaktoren einer Integrierten Ländlichen Entwicklung?´ an Zirngibl, der Vorsitzender der Integrierten Ländlichen Entwicklung ILE nord23 im Landkreis Straubing-Bogen ist. Interessant war auch, welche Unterstützung denn sich die Kommunen vom Amt für Ländliche Entwicklung erwarten. Die Möglichkeiten, die das Amt dabei habe, skizzierte der Leiter der Verwaltung, Maximilian Geierhos. Der rege Austausch zwischen Publikum und Expertenrunde zeigte die Aktualität des Themas.

Vom Erfahrungsaustausch profitieren

Diese Informationen und Fragen wurden beim abschließenden Erfahrungsaustausch weiter diskutiert. Ganz konkret wurde es auch bei einer vom Amt initiierten Ideensammlung. Bei Fragen zu Finanzierung von Prozessen, kommunale Versorgung der Zukunft oder Engagement der politisch Verantwortlichen wurde intensiv debattiert. „Wir haben das Ziel des Treffens, das Netzwerk zwischen den Kommunen weiter zu intensivieren voll erreicht“, zeigte sich Spiller zufrieden. Mehr als 170 Kommunen in Niederbayern arbeiten derzeit in interkommunalen Kooperationen, einer sogenannten Integrierten Ländlichen Entwicklung, zusammen. „Wir wollen Ihnen neue Wege der kommunalen Zusammenarbeit aufzeigen, um Ihnen Anstoß und Motivation zugleich mit auf den Weg zu geben, um sich mit der Entwicklung Ihrer Region weiter auseinanderzusetzen“, so Spiller.