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Presseinformationen Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern
Wachsen mit Werten - Oberschneiding startet Dorferneuerung

(6. Dezember 2017) Oberschneiding. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern hat die Dorferneuerung Oberschneiding für die Ortsteile Oberschneiding, Niederwalting und Münchshöfen gestartet. Amtsleiter Roland Spiller übergab die Einleitungsurkunde an 1. Bürgermeister Ewald Seifert und Projektleiter Andreas Schmidt vom Amt. Für die Durchführung der Dorferneuerung stellt das Amt in den nächsten Jahren Fördermittel von Europa, Bund und Land in Höhe von insgesamt 3,9 Millionen Euro bereit. Spiller: „Junge Menschen sind das Zukunftspotential ländlicher Regionen. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung der Herausforderungen von morgen. Ihre Werte, Ziele und Anforderungen an das Leben und Arbeiten im ländlichen Raum stehen in Dorfentwicklungsprozessen häufig im Mittelpunkt. Die Gemeinde Oberschneiding hat dazu bereits viel Vorarbeit geleistet ohne die älteren Generationen zu vernachlässigen!“ Die Bürgerinnen und Bürger hätten sich auch gemeinsam mit der Gemeinde die Frage gestellt: Welchen Beitrag können wir leisten, um den Bedürfnissen von Jung und Alt gerecht zu werden?

Spiller weiter: „Die intensive Vorarbeit der Bürgerinnen und Bürger ist für uns Grundvoraussetzung für die Einleitung einer Dorferneuerung. Oberschneiding hat gezeigt, dass sie sich diese Dorferneuerung verdient haben!“
Die Gemeinde Oberschneiding arbeitet in der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Gäuboden auch gemeindeübergreifend an den An- und Herausforderungen der Zukunft. Die Dorferneuerung Oberschneiding ist die konsequente Fortsetzung der Bemühungen um attraktive Ortskerne als Ziel der Innenentwicklung in der ILE Gäuboden.

Der Dorfentwicklungsprozess in Oberschneiding startete bereits mit einer einfachen Dorferneuerung. Ziel war damals das leerstehende Lagerhaus mit Lagerhalle wieder nutzbar zu machen. Als Ergebnis entstanden an Stelle der Lagerhalle das IT- und Bürgerzentrum und der „neugestylte“ Siloturm, der mittlerweile ein festes Erkennungszeichen für den Ort ist. Das Umfeld in diesem Bereich wurde ebenfalls neu gestaltet.

Angespornt durch diesen Erfolg wollte die Gemeinde umfassender an ihrer Entwicklung arbeiten. Es wurde beim Amt für Ländliche Entwicklung ein Antrag auf Ausweitung der Dorferneuerung auf das gesamte Ortsgebiet gestellt. Zu diesem Zweck besuchte die Dorfgemeinschaft ein zweitägiges Seminar der Schule für Dorf- und Landentwicklung in Rottalmünster. Daraufhin bildeten sich vier Arbeitskreise. Die Arbeitskreise Soziales und Sport, Ortsbild, Infrastruktur sowie Dorfgemeinschaft und Kultur entwickelten einen Katalog von Maßnahmen zur Dorferneuerung Oberschneiding.

Als vorgezogene Maßnahme wurde bereits die „Schneidinger Mitte“ mit hoher Aufenthaltsqualität und der Sicherung von Einrichtungen der Daseinsvorsorge und damit auch Arbeitsplätze geschaffen. Und für die nächsten Jahre ist noch viel mehr geplant: Wie Spiller erläuterte soll die Ortsdurchfahrt, der Pfarrer-Handwercher-Platz, die südliche Ortseinfahrt und weitere Plätze neugestaltet werden. Die Sicherheit und Barrierefreiheit soll durch neue und neu gestaltete Gehwege verbessert werden. Außerdem wird durch die Sanierung und Neuschaffung von öffentlichen Gebäuden die Dorfgemeinschaft gestärkt.

Freuen würde sich Spiller, wenn das Themen „Wasser und Ökologie“, die Sanierung ortsbildprägender Gebäude oder die Errichtung eines Kulturzentrums ebenfalls in den Mittelpunkt rückt: „Im Gesamtbudget sind dafür jeweils nennenswerte Beträge vorgesehen.“ Neben der Erstellung eines Maßnahmenkatalogs wurde in Zusammenarbeit mit dem Büro MKS aus Ascha bereits eine Ortsräumliche- und eine Grünordnungsplanung für das Dorferneuerungsgebiet entworfen. Im Vorfeld der Dorferneuerung wurde für die Gemeinde Oberschneiding der Vitalitäts-Check (VC) 2.0 durchgeführt. Dieser nutzt viele amtliche Daten und erfasst die bauliche, funktionale und soziale Ausgangssituation. Darauf aufbauend werden zukunftsweisende Vitalitätsstrategien für die Gemeinde entwickelt.

Der VC 2.0 unterstützt Gemeinden beim Umgang mit dem demographischen Wandel, dem Strukturwandel in der Landwirtschaft sowie bei der Reduzierung des anhaltend hohen Flächenverbrauchs. Auf der Grundlage dieser umfangreichen Vorarbeiten wird die Dorferneuerung Oberschneiding sicher eine „Erfolgsgeschichte“ so Spiller.
Eine Gruppe von zehn Personen steht auf einer Treppe vor einem Gebäude.

Gemeinde Oberschneiding

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