Luftbild der Donauschleife bei Osterhofen im Lkr. Deggendorf mit Ortschaften und Agrarlandschaft.

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Boden- und Gewässerschutz
Fast 200 Interessierte bei boden:ständig-Forum Niederbayern in Gern

In einem Saal sitzen 200 Personen und hören dem Redner zu, der vor einer Leinwand steht und eine Rede hält.

(22. März 2018) Gern/Eggenfelden - Auf Einladung des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern diskutierten fast 200 Interessierte in der SchlossÖkonomie Gern über die Möglichkeiten des Boden- und Gewässerschutzes. Denn: Mit dem Klimawandel nehmen Probleme wie Überflutung, Schlamm in Dörfern, Bodenerosion und Nährstoffeinträge in Bäche und Seen zu. Amtsleiter Roland Spiller: „Mit der Bodenordnung können wir helfen, Bodenerosion zu verhindern und den Zustand der Gewässer zu verbessern. Von den erfolgreichen Projekten, die hier vorgestellt werden, können wir alle lernen.“ Als Netzwerkveranstaltung dient das boden:ständig-Forum der Kontaktpflege und dem Erfahrungsaustausch aller Akteure.


Erfahrene Praktiker aus ganz Bayern berichteten von ihrem Vorgehen in unterschiedlichen boden:ständig-Projekten. Von Seiten der Wissenschaft diskutierten Robert Brandhuber (Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft) und Prof. Dr. Karl Auerswald (Technische Universität München) die aktuellen Entwicklungen im Zeichen des Klimawandels sowie praxisnahe Lösungsmöglichkeiten für Landbewirtschaftung und Flurgestaltung.

Viel Raum für den direkten Austausch bot der „Marktplatz“: Akteure aus boden:ständig-Projekten sowie die an der Umsetzung beteiligten Verwaltungen, Verbände und Gemeinden standen genauso für Informationen zur Verfügung wie Ingenieurbüros, verschiedene Umsetzungsberater u.a.m. Landwirte stellten auf einer kleinen Maschinenschau ihre zum Teil selbstentwickelten Geräte für den erosionsschonenden Anbau vor und freuten sich auf Fachgespräche unter Kollegen. Durch das Programm führten Norbert Bäuml, Verwaltung für Ländliche Entwicklung, Bereich Zentrale Aufgaben, und Maximilian Frank, boden:ständig-Projektleiter am Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern.

Anschließend wurden Projekte vorgestellt, zunächst das boden:ständig-Projekt Egglham, Lkr. Rottal-Inn, welches sich in der Entwicklungsphase befindet. Hochwasserschutz für die Gemeinde und gleichzeitig eine Verbesserung der Gewässerqualität des Kothbachs sind das Ziel. Hermann Etzel, Bürgermeister und Landwirt, stellte zusammen mit Ruth Brummer, Wasserberaterin am Fachzentrum für Agrarökologie in Straubing und Rainer Blaschke vom Landschaftspflegeverband Rottal-Inn das Zusammenwirken unterschiedlicher Akteure vor (http://www.boden-staendig.eu/projekte/egglham).

Dann ging es nach Oberbayern zum boden:ständig-Projekt Waginger-Tachinger See im Landkreis Traunstein. Bereits vor Jahren haben Untersuchungen bestätigt, dass die Phosphoreinträge in den Waginger und Tachinger See zum größten Teil aus der stark agrarisch genutzten Fläche stammen. Mit boden:ständig hat das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern nun in ersten Teilgebieten angefangen gegenzusteuern und mittlerweile das zweite Bauprogramm umgesetzt. Uschi Mesch vom Amt in München stellt vor, wie mit einem sogenannten „wachsenden“ Neuordnungsverfahren zielgerichtet da angepackt wird, wo immer sich Möglichkeiten bieten. Unterstützt wird sie dabei durch Franz Knogler, bbv-Landsiedlung (http://www.boden-staendig.eu/projekte/wagingertachinger-see).

In der Oberpfalz ist bereits einiges passiert: Der Ort Hagenohe, Lkr. Amberg-Sulzbach, in seiner ausgeprägten Kessellage litt regelmäßig unter Schlammeinträgen nach Starkregen. Insgesamt über dreißig flächensparend geplante Rückhaltemaßnahmen sollen dem nun entgegenwirken. Andreas Schmidt, vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern, sowie Roland Schleicher vom Fachzentrum für Agrarökologie in Amberg und Margit Ebner, Bauamtsleiterin der Stadt Auerbach, erläuterten, welche Wirkungen boden:ständig für die Gemeinde hat – für den Hochwasserrückhalt, aber auch darüber hinaus (http://www.boden-staendig.eu/projekte/hagenohe).

Folgende „Marktteilnehmer“ bereicherten den Rahmen für den direkten Austausch vor Ort:
  • Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern
  • Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V.
  • Landschaftspflegeverband Rottal-Inn e.V.
  • Landwirte aus dem Demonstrationsbetriebsnetz „Gewässer-, Boden- und Klimaschutz“
  • boden:ständig -Projekt Schwimmbach
  • boden:ständig-Projekt Bodenkirchen
  • Fachzentrum für Agrarökologie am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Straubing
  • Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising
  • TU München, Lehrstuhl für Grünlandlehre
  • Anton Lenz, Ingenieurbüro Lenz, Ringelai
  • boden:ständig-Projekt Waginger-/Tachinger See, Oberbayern
  • boden:ständig-Projekt Hagenohe, Oberpfalz
  • Interessengemeinschaft gesunder Boden e.V.
  • Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung e.V.
  • Landmaschinenhändler und der Maschinenring mit Geräten für den erosionsmindernden Anbau (im Außenbereich)
Um den Gemeinden und Landwirten wirksame Unterstützung bei der Bewältigung dieser Probleme zu geben, wurde 2014 vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Initiative boden:ständig ins Leben gerufen. Zentrales Ziel: Böden und Flur fit machen für den Wasserrückhalt. Die Projektsteuerung liegt bei den Ämtern für Ländliche Entwicklung. Sie beauftragen Umsetzungsteams, die zusammen mit den Kommunen und den Landwirten praxisnahe Lösungen erarbeiten, und setzen ihre Instrumente „Flurneuordnung“ und „Dorfentwicklung“ zielgerichtet ein. Andere Fachverwaltungen wie die Landwirtschafts- und Wasserwirtschaftsämter beteiligen sich in vielen Projekten ebenfalls aktiv. Dieses dezentrale, kooperative Konzept ist das Erfolgsrezept der Initiative: Mittlerweile gibt es in ganz Bayern 52 boden:ständig-Projekte, davon alleine 18 in Niederbayern. Das regionale Forum ist Teil dieses boden:ständigen Prinzips.
Bilder zur Veranstaltung
Vor einem Gebäude stehen landwirtschaftliche Geräte und Menschen, die sich diese ansehen.

Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern

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Menschen stehen vor Ausstellerplakaten mit der Aufschrift „bodenständig“ und unterhalten sich in kleinen Gruppen

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Eine Frau beugt sich an einem Stehtisch über ein Laptop, zwei Männer hören ihr zu

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Menschen stehen in einem großen Raum vor Ausstellerplakaten mit der Aufschrift „bodenständig“ und unterhalten sich in kleinen Gruppen

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Viele Menschen sitzen im Plenum und hören zwei Männer zu, die einen Vortrag halten. Einer der Männer zeigt mit seiner Hand auf die hinterm ihm hängende Leinwand.

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Zwei Männer und eine Frau halten einen Vortrag vor einer Gruppe. Auf der Leinwand hinter ihnen ist der Schriftzug „Ländliche Entwicklung in Bayern“ zu lesen.

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Fast 200 Personen sitzen im Plenum und hören sich einen Vortrag an.

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