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Presseinformationen Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern
Energieverbrauch der Kläranlagen kommt unter die Lupe

(28. Juni 2018) Eging a. See - Wer den Klimawandel stoppen will, muss den Energieverbrauch senken. Dieses Ziel verfolgen auch die Gemeinden Eging a.See, Aicha vorm Wald, Ruderting und Windorf und nehmen jetzt den Energieverbrauch ihrer Kläranlagen unter die Lupe. Denn was viele nicht wissen: die Kläranlagen sind oft der größte Stromfresser in der Kommune. Diesen Energiecheck unterstützt das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern und fördert die Untersuchungen an insgesamt fünf Kläranlagen. „Nicht nur die Energieeinsparung, auch die dadurch langfristig geringeren Kosten für die Kommune sind wichtig“, sagte Roland Spiller, Leiter des Amtes. Es stellt daher 14.500 Euro Fördermittel zur Verfügung.

Zunächst wird jetzt eine Analyse vorgenommen, wo welche Energie in der Anlage verbraucht wird. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Berechnung der Luftmenge und -leistung, welche gleich zu Beginn des Reinigungsprozesses in die Belebungsbecken geblasen wird. Dieser Vorgang braucht meist mehr als die Hälfte der gesamtnötigen Energie. Zusätzlich werden die Leistungen der kontinuierlich laufenden Pumpen und Rührwerke begutachtet. Hier sind die Hauptansatzpunkte für die energetische Optimierung zu finden. Dann steht vielleicht der Austausch der Belüfter, der Einsatz moderner Pumpen mit hoher Effizienz und geringer Verstopfungsanfälligkeit oder der Kauf eines stärkeren Gebläses bevor.

Bei der Anlage in Aicha vorm Wald wird zusätzlich geprüft, ob der auf dem Gelände durch Photovoltaik erzeugte Strom den Energiebedarf der Kläranlage decken kann und dafür künftig eingesetzt wird. Alle vier Gemeinden sind Mitglied der Integrierten Ländlichen Entwicklung Passauer Oberland, die seit dem Jahr 2010 besteht. Die Energetischen Untersuchungen der Anlagen gehören zur Umsetzung des Handlungsfeldes „Energie & Umwelt“. Dafür haben die Kommunen einen Energiemanager beauftragt, der sich genau mit diesem Thema beschäftigt.