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Presseinformationen Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern
Acht Auszeichnungen im Bezirksentscheid „Dorferneuerung und Baukultur“

(14. Januar 2019) Landau a.d. Isar - Auf Niederbayernebene hat das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) acht Auszeichnungen im Bezirksentscheid „Dorferneuerung und Baukultur“ überreicht. Wie Roland Spiller, der Leiter des Amtes sagte, werden Projekte zur Erhaltung, Umnutzung und Gestaltung von ländlich-dörflicher Bausubstanz prämiert. Auch dorfgerechte Ersatz- und Neubauten zur gestalterischen Anpassung oder zur Innenentwicklung können auf dem Siegerpodest landen. „Wir brauchen vitale Ortskerne mit einmaligen, lebendigen Gebäuden, denn sie stehen für Lebensqualität und Attraktivität der Dörfer“, so Spiller. Gute Beispiele sollen das Bewusstsein für unsere Baukultur stärken und zum Nachahmen anregen.

In den Kategorien „Private Maßnahmen“ und „Öffentliche/Gemeinschaftliche Maßnahmen“ wurden jeweils vier Objekte ausgezeichnet. Die jeweils beiden Erstplatzierten werden ins Rennen um den „Staatspreis Ländliche Entwicklung – Dorferneuerung und Baukultur“ geschickt. Dieser wird alle zwei Jahre durch Staatsministerin Michaela Kaniber übergeben.

Ausgezeichnet wurden bei den Öffentliche/Gemeinschaftliche Maßnahmen:

Waidlerhaus in Zachenberg
In einer außergewöhnlichen Art und Weise wurde eines der ältesten landwirtschaftlichen Anwesen im Bayerischen Wald erhalten. Das Waidlerhaus wurde nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten saniert und dabei die noch erhaltene historische Bausubstanz größtmöglich erhalten. „Aus einer Ruine entstand ein attraktives Gemeindehaus für die Bürgerinnen und Bürger, eine Heimat für das gesamte Dorf“, sagte Spiller bei der Übergabe der Auszeichnungsplakette. Mit der Umnutzung des Gebäudes wurde eines der wesentlichen Ziele der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) „Donau-Wald“, die Beseitigungen von Leerstand bei ortsbildprägenden Gebäuden, beispielhaft umgesetzt. Bürgermeister Michael Dachs freute sich, dass in seiner Gemeinde ein Hof- bzw. Gebäudeleerstand eine sinnvolle Nachnutzung erfahren hat: „Der Erhalt alter Baukultur muss für uns auch in Zukunft ein Herzensanliegen sein! Die Förderung des Amts ist dabei ein Segen für unsere ländlichen Gemeinden.“ Die Gemeinde erhielt für die Sanierung 200.000 Euro vom Amt, die damit die höchst mögliche Förderung für ortsplanerisch, kulturhistorisch oder denkmalpflegerisch besonders wertvollen Gebäuden ermöglichte. Erst durch den kontinuierlichen Einsatz von Bürgermeister, Planer und der Dorfgemeinschaft war eine erfolgreiche „Wiederbelebung“ möglich geworden.
Drei Männer in einem niedrigen Raum in einem alten Haus welche eine Plakette halten.

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Ein Holzhaus mit einer Holzbank davor, es wachsen Geranien in den Blumenkästen.

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Dorfgemeinschaftshaus in Holzkirchen
Bereits zu Beginn der Dorferneuerung war es erklärtes Ziel der Holzkirchener wieder einen Treffpunkt für alle Bewohner im Dorf zu schaffen. Sie gründeten einen Dorfverein, der sich intensiv um ein neues Dorfgemeinschaftshaus bemüht hat. Als der Markt Ortenburg den „Unteren Wirt“ kaufen konnte, war allen klar, dass dies der richtige Ort für „ihr“ Dorfhaus ist. „Mit sehr viel Eigenleistung der Bevölkerung haben Sie den ehemaligen ‚Unteren Wirt‘ zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut“, hob Spiller bei der Übergabe der Auszeichnungsplakette hervor. Daher habe das Amt dieses Objekt auch mit insgesamt 300.000 Euro Fördermittel unterstützt. Obwohl aus statischen Gründen große Eingriffe in das Bauwerk nötig waren, konnte das historische Vorbild gut eingehalten werden. Der große Saal im Obergeschoss mit den Schießständen und die komfortablen Räume im Erdgeschoss sind jetzt ein Treffpunkt für Jung und Alt und sichern so ein aktives Dorfleben. Besonders das kleine Café mit Brotzeitverkauf kann sich inzwischen keiner mehr wegdenken.
Eine Gruppe von Menschen, davon ein Kind, welche in die Kamera lächeln und eine Plakette halten.

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Ein weißgestrichenes, altes Dorfwirtshaus mit Krüppelwalmdach. Es stehen Holzstühle an der Eingangstüre.

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Dorfgemeinschaftshaus in Aschenau
Das alte Schulhaus in Aschenau aus dem Jahr 1869, welches bis 1969 die Klassen beherbergte und danach Wohnhaus war, wurde nicht weggerissen, sondern wieder genutzt. Gemeinsam mit dem neuen Nebengebäude aus Holz und dem umgestalteten Dorfplatz hat Aschenau wieder eine attraktive Ortsmitte. Das Dorfgemeinschaftshaus wird von den Ortsvereinen, kirchlichen Gruppierungen und für Kurse der Volkshochschule genutzt. Aus der Leitbildarbeit, welche zu Beginn der Dorferneuerung angestoßen wurde, entstand eine neue Landjugend-Gruppe, die sich jetzt hier trifft. Auch die lokale Mutter-Kind-Gruppe kommt im Dorfgemeinschaftshaus zusammen. Wenn Dorffeste auf dem Platz stattfinden, werden die örtlichen Wirte bei der Organisation und Durchführung mit eingebunden. „Sie haben es geschafft, nach dem Motto `Innen statt Außen´ Leben in den Ort zu bringen“, freute sich Spiller. Insgesamt wurden seit 2016 etwa 700.000 Euro in die Bauarbeiten investiert, das Amt übernahm davon 450.000 Euro aus Landes- und Bundesmitteln.
Drei Männer vor einem Gebäude mit unverputzten Feldsteinmauerwerk, welche eine Plakette halten.

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Ein einstöckiges Haus, welches auf einer Seite nicht verputzt ist, sondern die Feldsteine sichtbar sind. Daran schließt sich ein Anbau mit Holzverschalung an.

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Dorfgemeinschaftshaus in Grainet
Der Strukturwandel trifft die ländlichen Regionen Bayerns und so stand seit einigen Jahren das ehemalige Wirtshaus, der „Graineter Hof“ leer. Die Gemeinde entschloss sich, das Gebäude zu erwerben und umzubauen. Da im Rathaus bereits Platzmangel herrschte, sahen die Umbaupläne auch Räume für die Gemeindeverwaltung vor. Diese ist seit September 2017 im 1. Obergeschoss unterbracht. Im Erdgeschoss sind nun ein Vereinssaal und Behinderten-WCs zu finden. Und auch im Dachgeschoss können sich jetzt die Bürger in einem Saal und in weiteren Vereinsräumen treffen. Um eine angemessene Barrierefreiheit am Gebäude herzustellen, wurde der bestehende Anbau erneuert und eine zeitgemäße Erschließung mit einem Aufzug und einer Treppe umgesetzt. „Besonderen Wert legten Sie auf die energetische Sanierung des Gebäudes“, hob Spiller bei der Übergabe der Auszeichnungsplakette hervor. Daher habe das Amt dieses Objekt bisher auch mit fast 332.000 Euro Fördermittel unterstützt. Weitere Mittel flossen aus dem Kommunalinvestitionsprogramm des Bundes. Das alte Rathaus soll umgebaut und künftig für die Nachmittagsbetreuung der Schüler aus der benachbarten Grundschule zur Verfügung stehen, und mit der Gemeindebücherei ausgestattet werden.
Sieben Personen stehen vor einem Gebäude.

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Ein hellblau gestrichenes Haus mit einem Anbau mit Holzverschalung. Es liegt Schnee.

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Folgende Projekte von privaten Bauherren konnten ausgezeichnet werden:

Altes Schloss in Großköllnbach
Mit der Restaurierung des ehemaligen Schlosses nach historischem Vorbild leistete Marlene Lex einen großen Beitrag zum Erhalt eines wichtigen Kulturdenkmals, das über die Landkreisgrenzen hinausstrahlt. Das 1563 errichtete Gebäude ist einschließlich seiner Ausstattung weitgehend erhalten worden und steht auf der Liste der geschützten Denkmäler in Bayern. Beeindruckend ist, dass das Dachwerk mehr als 450 Jahre überdauert hat. Genutzt wurde das Pflegschloss als Edelsitz, dann als Gasthaus und zuletzt als Wohnraum und befindet sich in der 4. Generation im Familienbesitz. Für die vorbildliche Sanierung erhielt Frau Lex 2017 den Denkmalpreis des Bezirks Niederbayern. Nach der Renovierung wird das Gebäude von Familie Lex bewohnt und es entstanden zusätzlich drei kleinere Wohnungen im Obergeschoss. „Ihnen ist es gelungen, das Denkmal mit einem modernen Wohnkonzept in Einklang zu bringen. Durch die Beseitigung eines Leerstandes haben Sie zur positiven Innenentwicklung des Ortes beigetragen.“, hob Spiller bei der Übergabe der Auszeichnungsplakette hervor. Es flossen in den vergangenen Jahren insgesamt 120.000 Euro Fördermittel vom Amt in Landau.
Ein Mann und eine Frau in einem frisch renoviertem Raum mit viel Holz, welche eine Plakette halten

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Ein kleines Schloss mit grüner Haustüre und Holzfenstern.

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Taglöhnerhaus in Moos
Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1801 war als Wohnstallhaus ursprünglich für zwei Familien konzipiert. Bei der Renovierung war es das Ziel von Helga Grundner die historische Baumasse größtmöglich zu erhalten. Neben der Sanierung der Fundamente und der Dämmung wurde eine Wandheizung eingebaut. Experten setzten historische Türen und Kastenfenster instand. Da das steile Dach ursprünglich mit Stroh gedeckt war, entschied sich die Bauherrin die Eternitwellplatten durch Reet zu ersetzen. Entstanden ist ein Einfamilienhaus mit integrierter Büroeinheit. „Sie haben es geschafft, Leerstand im Ort zu beheben und Wohnen und Arbeiten unter einem denkmalgeschützten Dach zu vereinen“, hob Spiller bei der Übergabe der Auszeichnungsplakette hervor. Daher habe das Amt dieses Objekt auch mit mehr als 51.000 Euro Fördermittel unterstützt.
Im Schneetreiben stehen zwei Männer, eine Frau und ein Kind an einer Gebäudewand aus dunklem Holz und halten eine kleine Plakette.

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Ein Holzhaus mit Reetdach und davor Wiese im Sommer.

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Ehemalige Schmiede in Offenberg
Mit der Restaurierung der ehemaligen Schloss- und Dorfschmiede nach historischem Vorbild leistete Dr. Hans-Rainer Buchmüller einen großen Beitrag zur Innenentwicklung von Offenberg. Inzwischen ist das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert auch in die Liste der geschützten Denkmäler in Bayern aufgenommen worden. Was vormals eine leerstehende Ruine war, ist jetzt eine Schmiede, in der altes Handwerk für die Öffentlichkeit wieder erlebbar wird. „Außerdem haben Sie mit der sanierten Wohnung im Obergeschoss zusätzlichen Wohnraum geschaffen“, hob Spiller bei der Übergabe der Auszeichnungsplakette hervor. Die Baukosten wurden mit 64.000 Euro vom Amt gefördert.
Zwei Männer stehen vor einem kleinen Gebäude, welches den Schriftzug Dorfschmiede trägt.

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Eine alte Schmiede mit Inventar, im Ofen brennt kein Feuer.

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Weitneder-Anwesen in Kößlarn
Zunächst standen für Georg Hofer umfangreiche Entkernungs- und Rohbaumaßnahmen des markant am Marktplatz stehenden Anwesens an. Jetzt gibt es im Erdgeschoss die Tagesbetreuung für optimal acht zu betreuende Menschen, die vom Josefi-Verein betrieben wird. In den Obergeschossen baute Hofer vier barrierefreie Wohnungen ein, die auch mit einem Lift erreichbar sind. „Mit den sanierten Wohnungen im Obergeschoss haben Sie zusätzlichen Wohnraum mitten im Markt geschaffen“, hob Spiller bei der Übergabe der Auszeichnungsplakette hervor. Daher habe das Amt dieses Objekt auch mit insgesamt 64.000 Euro Fördermittel unterstützt. Neu ist auch eine Passage vom Marktplatz zum Parkplatz mit WC-Anlage und darüber liegendem Fahnenraum für die Vereine.
Drei Männer sitzen in einem Raum auf einer Bank und halten eine Plakette.

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Ein großes Geschäftshaus mit einer grünen Fassade an einer Dorfstraße.

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