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Presseinformationen Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern
„Beraten – Einigen – Tauschen“ – Neue Kollegin Katrin Meyer hilft bei Neuordnung von Waldgrundstücken

(3. April 2019) Landau a.d.Isar - Im August 2017 hat Sturm „Kolle“ in weiten Teilen der Landkreise Freyung-Grafenau und Passau verheerende Schäden in den Wäldern angerichtet. Es war und ist eine wirtschaftliche Katastrophe für viele Waldbesitzer. Aber diese Zerstörung kann einem grundsätzlichen Neuanfang dienen. Viele Waldbesitzer haben sich Gedanken gemacht, ihre jetzt kahlen Kleinflächen zusammen zu legen. Die Waldgrundstücke können durch einen Tausch neu geordnet und so für eine zukünftige (maschinelle) Bewirtschaftung und den Klimawandel fit gemacht werden. Die aufwendige Bewertung von Holzbeständen bei einer Waldneuordnung ist jetzt deutlich einfacher. Auch die Bereitschaft der Waldbesitzer ein baumloses Grundstück zu tauschen ist deutlich größer als bei vollbestockten Wäldern. Speziell für den freiwilligen Landtausch im Wald, der nach dem Orkan „Kolle“ verstärkt am Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern nachgefragt wird, wurde jetzt eine auf zwei Jahre befristete Stelle geschaffen.

Katrin Meyer wird ab sofort „DIE Anlaufstelle“ für interessierte Privatwaldbesitzer, Kommunen, relevante Verbände und Fachbehörden sein. „Jetzt sind die Voraussetzungen für eine forstliche Beratungsinitiative im Privatwald geschaffen“, so Johann Gaisbauer, Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Passau-Rotthalmünster. Meyer erläutert künftig Interessierten die Möglichkeiten und Vorteile zur dauerhaften Strukturverbesserung im Wald. Sie übernimmt die Koordination sowie Abstimmung dieser Prozesse und führt die Gespräche zwischen den Tauschpartnern. „Wir freuen uns, dass wir so für alle Interessierten eine schnelle Lösung für solche Tauschverfahren anbieten können“, freut sich Roland Spiller, Leiter des ALE. „Mit dem freiwilligen Landtausch können die Strukturdefizite und Bewirtschaftungshemmnisse effektiv abgebaut werden.“Wenn dann noch neue, den heutigen Bedürfnissen angepasste Forst- und Rückwege gebaut werden, sind die Wirkung in der Fläche und der Nutzen für die beteiligten Waldbesitzer optimal.

Meyer kommt ursprünglich aus der Oberpfalz und hat im Herbst ihr Masterstudium in Regionalmanagement an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf abgeschlossen. Zuletzt war sie als Klimaschutzmanagerin und Radverkehrsbeauftragte beim Landkreis Nürnberger Land angestellt. Bei einem Praktikum am ALE Oberpfalz in Tirschenreuth konnte sie bereits erste Erfahrungen mit bodenordnerischen Maßnahmen sammeln. Dies kommt ihr sicher bei ihrer neuen Tätigkeit zu Gute.

Bei Interesse am Freiwilligen Flächentausch im Privatwald wenden Sie sich bei Frau Meyer unter Tel. 09951 940 159.
Vier Männer und eine Frau stehen vor einem Gebäude und lächeln in die Kamera.

Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern

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