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Veranstaltungen des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern
Reger Austausch zwischen niederbayerischen Kommunen beim ILE-Netzwerktreffen in Niederwinkling

„Digitalisierung, Ehrenamt, medizinische Versorgung“ – alles spannende Themen, mit denen sich derzeit viele Gemeinden in der interkommunalen Zusammenarbeit beschäftigen. Beim Netzwerktreffen der Integrierten Ländlichen Entwicklungen (ILE) Niederbayerns in Niederwinkling wurden dazu Beispiele aus der Praxis vorgestellt. Der Einladung des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern, das derzeit 20 solcher kommunalen Allianzen mit 144 Gemeinden begleitet, folgten über 110 Besucher. „Wir müssen das Rad nicht jedes Mal neu erfinden und möchten hier eine Plattform bieten, um aktuelle Informationen auszutauschen“, betonte Amtsleiter Josef Reidl. Neben praktischen Beispielen der übergemeindlichen Zusammenarbeit informierte das Amt über die neue Fördermöglichkeit ‚Regionalbudget‘.

Nach der Begrüßung durch Amtsleiter Josef Reidl und den Niederwinklinger Bürgermeister Ludwig Waas stand das Thema „Vereinsarbeit und Ehrenamt“ im Fokus. Die ILE Passauer Oberland hat dazu eine Vereinsschule gegründet, deren Arbeit Gabriele Bergmann, Projektmanagerin der ILE, und Helmut Willmerdinger, 1. Bürgermeister des Marktes Tittling, vorstellten. Behandelt werden dort Fragen unter anderem wie “Vorstandsarbeit und Haftung“.
Anschließend rückte die Digitalisierung kommunaler Dienstleistungen in den Mittelpunkt. Gudrun Fischer, Projektleiterin am Campus Grafenau stellte das Projekt „Digitales Dorf“ vor. Auch wenn die Kommunen eher verhalten agieren, künftig werden digitale Anwendungen die analogen Strukturen ersetzen und ergänzen. Dabei helfen einfache Lösungen die Bürger bei der Digitalisierung mitzunehmen.

Bürgermeister Herbert Blascheck vom Markt Langquaid lenkte dann den Blick auf die in diesem Jahr so intensiv diskutierte Biodiversität. Ihm ging es dabei vor allem um die Fläche, die „eh-da“ sind. „Im Landkreis Kelheim sind alle Kommunen, die sich in einer der drei ILEen zusammengefunden haben sowie die fünf nördlichen Kommunen dabei, Flächen zu identifizieren, die für die Biodiversität aufgewertet werden können“, so Blascheck. Fast 3.300 Hektar rücken da ins Blickfeld des Mottos ‚Der Landkreis blüht auf‘.

In wie weit die Aufgaben einer Gemeinde mit Hilfe eines Kommunalunternehmens besser wahrgenommen werden, beleuchtete Prof. Dr. Konrad Schindlbeck, Studiendekan an der Technischen Hochschule Deggendorf. Demnach seien Kommunalunternehmen insbesondere für wirtschaftlich orientierte Betätigungen geeignet. Vorteile eines Kommunalunternehmens sind nach Schindlbeck ein hoher Grad der kommunalen Einflussnahme, Vorteile im Vergaberecht, Übertragung von hoheitlichen Tätigkeiten und sie bieten eine Plattform für eine breite kommunale Entwicklung.

In Anbetracht des demographischen Wandels und der Überalterung der Gesellschaft, blickte Bürgermeister Werner Troiber auf die medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Die Kommunen der ILE Donau-Wald haben zunächst die Ist-Situation unter die Lupe genommen. Wie die künftige Ärzteversorgung aussieht, hängt nach Angaben von Troiber auch von der Kassenärztlichen Vereinigung ab.

Als Abschluss stellte Reinhard Reif vom Amt das Regionalbudget vor, über das künftig Kleinprojekte regionaler Akteure im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung gefördert werden können. Dadurch sollen eine aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung sowie die regionale Identität gestärkt werden.

Mit einem regen Austausch zwischen den Akteuren klang der Nachmittag aus. „Wir wollen diese Reihe unbedingt weiterführen, denn ich bin überzeugt, dass im persönlichen Gespräch die besten Idee entstehen“, freute sich Reidl über die gelungene Veranstaltung. „Netzwerke leben vom Miteinander – das wollen wir weiter fördern!“
Ein Mann im Anzug auf einer Bühne an einem Rednerpult. Im Hintergrund Plakate zur Integrierten Ländlichen Entwicklung

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Zwei Personen auf einer Bühne, im Hintergrund sieht man an einer Leinwand das Deckblatt einer Präsentation

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Eine Frau auf der Bühne im Hintergrund eine Leinwand mit einem Schriftzug „Mit den Bürgern für die Bürger“

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Gruppenbild von Referenten, die beiden Damen halten Blumensträuße.

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Ein Saal mit etwa 110 Personen sitzend an langen Tischreihen.

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