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Presseinformationen Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken
Die Umsetzungsphase zu mehr Boden- und Gewässerschutz beginnt

(20. Juni 2018) Weidenberg – Unwetterartige Gewitterregen, die zu Bodenerosion und Überschwemmungen führen, nehmen immer mehr zu. Gerade in diesen Tagen wird fast täglich in den Medien berichtet, dass wieder in verschiedenen Teilen Deutschlands heftige Unwetter gewütet haben. Auch in Lessau und Lankendorf gab es in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit Überschwemmungen.

Ein Lösungsansatz ist hier die Initiative „boden:ständig“ des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit starker Einbindung der Akteure vor Ort. Koordination und Prozessbegleitung in ausgewählten Projektgebieten erfolgen durch die Ämter für Ländliche Entwicklung. Zentrale Anliegen sind der Erosionsschutz durch Bremsen des Bodenabtrags auf und aus den Feldern sowie der Gewässerschutz durch Verringern des Nährstoff- und Sedimenteintrags in die Gewässer.

Nachhaltiger Boden- und Wasserschutz lässt sich nicht durch kurzfristigen Aktionismus verwirklichen. „boden:ständig“ möchte erreichen, dass immer mehr Menschen in einer Region beim Boden- und Gewässerschutz selbst aktiv werden. Nicht die Planung, sondern das „Miteinander–Gestalten“ steht im Mittelpunkt. Aus einem Prozess heraus entstehen mit engagierten Landwirten und Gemeinden immer wieder neue Umsetzungsmaßnahmen.

Um den Dialog mit allen Projektbeteiligten am Laufen zu halten und damit möglichst viele solcher Umsetzungsmaßnahmen entstehen – das können Maßnahmen auf der landwirtschaftlichen Fläche, an den Gewässern sowie Strukturmaßnahmen in der Landschaft sein – hat das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken die BBV Landsiedlung als Planer und Umsetzungsbegleiter für die Initiative “boden:ständig“ im Projektgebiet um Lessau und Lankendorf beauftragt. Im Rahmen einer Vorstandssitzung der Teilnehmergemeinschaft der Flurneuordnung Lessau-Lankendorf II stellte sich Franz Knogler von der BBV LandSiedlung als Ansprechpartner für die Initiative „boden:ständig“ im Projektgebiet Lessau-Lankendorf offiziell vor. Weitere Akteure im „boden:ständig“-Projekt sind neben den örtlichen Landwirten und dem Markt Weidenberg Barbara Dahinten vom Landschaftspflegeverband und Florian Wallner vom Fachzentrum Agrarökologie des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als Wasserberater für den Landkreis Bayreuth.

Alle Beteiligten nutzten die Gelegenheit und besichtigten eine Ackerfläche auf der Durchwachsene Silphie, auch Becherpflanze genannt, angebaut wird. Dabei handelt es sich um eine mehrjährige Kultur, die für Biogasanlagen als Alternative zum Mais einen guten Beitrag zum Erosionsschutz auf der Fläche leistet, da sie – einmal angebaut - mehrere Jahre Erträge liefert, ohne dass der Boden bearbeitet und gelockert werden muss. Somit ist die Silphie auch weniger anfällig für Bodenerosion und Starkregen. Dies ist nur ein Beispiel für eine Verbesserung beim Erosions- und Gewässerschutz, viele sollen noch folgen im Projektgebiet.
Mehrere Personen stehen vor einem Acker und begutachten den Pflanzenbestand auf diesem Feld.

Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken

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