Das Dorf Trauchgau in den Lechvorbergen, eingebettet in das voralpine Hügelgebiet .Im Hintergrund das einzigartige noch leicht schneebedeckte Bergmassiv der Alpen.

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Presseinformationen Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben
Kooperation einer Stadt mit zwei Märkten und vier Gemeinden – Zusammenarbeit wird per Unterschrift besiegelt

(18. Juni 2018) Illertissen - Eine Stadt, zwei Märkte und vier Gemeinden. In der Summe trafen sich die Bürgermeister von sieben Kommunen im Feuerwehrgerätehaus in Illertissen. Sie haben ein Ziel: Herausforderungen gemeinsam angehen. Unterstützung finden sie beim Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben. Die Krumbacher Behörde unterstützt die an Iller, Roth und Biber gelegenen Städte, Märkte und Gemeinden im Rahmen einer Integrierten Ländlichen Entwicklung, wie das Instrument der gemeindeübergreifenden Kooperation in der Fachsprache heißt. Per Unterschrift besiegelten die Bürgermeister aus Illertissen, Buch, Kellmünz, Oberroth, Osterberg, Roggenburg und Unterroth eine themenbezogene Zusammenarbeit.

"Damit ist ein erster wichtiger Schritt getan", so Abteilungsleiter Christian Kreye vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben in Krumbach. Doch wie geht es nun konkret weiter? Die von den Kommunen vereinbarten Themen stammen aus den Feldern Naherholung/Tourismus, Natur und Landschaft, Landnutzung/Landwirtschaft, Gewässer/Gewässerschutz sowie Dorf und Siedlung. Die Ziele und Maßnahmen der Gemeinden in den einzelnen Handlungsfeldern werden in einem Konzept festgeschrieben. Dies wird in der nächsten Zeit durch ein Planungsbüro erarbeitet.
Mit aktiver Beteiligung Konsens finden
Die Auswahl des Planungsbüros übernehmen die Gemeinden. "Das Konzept stützt sich aber im Wesentlichen auf die Eigenkräfte der Region", stellte Kreye klar. Es soll unter aktiver Beteiligung aller Akteure und Entscheidungsträger ein breiter Konsens gefunden werden. "Neben der fachlichen Kompetenz des Planungsbüros, lebt der Prozess von den Ideen der Beteiligten", so der Baudirektor. Das Konzept wird bis zu 75 Prozent mit maximal 70.000 Euro bezuschusst. In einer nächsten Stufe können, basierend auf dem Konzept, auch die Kosten für eine "Umsetzungsbegleitung" gefördert werden. Der "ILE-Manager" initiiert und organisiert innerhalb eines zeitlichen Rahmens Projekte aus dem Konzept. Die Personalkosten werden bis zu 75 Prozent - allerdings jährlich maximal 90.000 Euro - gefördert.
Gemeinsam Hauptwirtschaftswege planen und bauen
Ein wichtiges Themenfeld gab den Anstoß zu dieser interkommunalen Zusammenarbeit: Ein Kernwegenetz. Dieses soll in der nächsten Zeit unter Beteiligung der Gemeinden und der Nutzer erarbeitet werden. Die Kommunen erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage für zukünftige Investitionen in das landwirtschaftliche Wegenetz. Auslöser war die Verwaltungsgemeinschaft Buch. Sie suchte Fördermöglichkeiten für den ländlichen Wegebau. Die Möglichkeit auf Aufbau eines interkommunalen Kernwegenetzes bot sich an, nachdem in Bereichen der Stadt Illertissen, der Gemeinde Roggenburg sowie in Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt ebenfalls Bedarf angemeldet wurde.
Gemeindeübergreifend mit hoher Ausbauqualität
Mit der Initiative Kernwegenetze bietet das Landwirtschaftsministerium an, besonders wichtige landwirtschaftliche Wege über die Grenzen der jeweiligen Gemeinden hinaus zu bauen bzw. auszubauen. Ziel ist es, eine bessere Infrastruktur für die Landwirtschaft und für den Freizeitbereich zu schaffen. Das Kernwegenetz soll gemeindeübergreifend, weitmaschiger und mit höherer Ausbauqualität konzipiert werden. So trägt es den Anforderungen einer zunehmend überbetrieblich organisierten und überörtlich tätigen Landwirtschaft Rechnung. Diese zukunftsfähig ausgebauten Hauptwirtschaftswege sollten eine Breite von 3,5 m aufweisen und für eine Tragfähigkeit von 40 t bzw. für eine Achslast von 11,5 t ausgelegt sein. Hinzu kommen auf beiden Seiten ein mindestens 0,75 m breiter befahrbarer Seitenstreifen sowie entsprechende naturnahe Entwässerungseinrichtungen.
Die sieben Bürgermeister von Illertissen, Buch, Kellmünz, Oberroth, Osterberg, Roggenburg und Unterroth unterschreiben im Beisein von Projektleiter Christoph Graf und Abteilungsleiter Christian Kreye, beide vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben, das Vertragswerk für eine künftige Zusammenarbeit.

Extern:
Manuela Rapp

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