Das Dorf Trauchgau in den Lechvorbergen, eingebettet in das voralpine Hügelgebiet .Im Hintergrund das einzigartige noch leicht schneebedeckte Bergmassiv der Alpen.

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Presseinformationen Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben
Agrarstruktur verbessert, Ökologie gestärkt und Hochwasserschutz verbessert

(21. Juni 2018) Willmatshofen – Die Wirtschaftsflächen nach Lage, Form und Größe an die betrieblichen Erfordernisse anzupassen und zweckmäßig zu erschließen. Das war ein wesentliches Ziel in der Flurneuordnung Willmatshofen. Von ursprünglich 715 landwirtschaftlichen Flurgrundstücken blieben am Ende 165 übrig. Dazu konnten die Parzellen bedarfsgerecht erschlossen werden. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung blickten die Teilnehmer auf das Projekt zurück.

Bedarfsgerechtes Wegenetz angelegt
„Wir konnten die durchschnittliche Größe der landwirtschaftlichen Flächen um 0,7 Hektar auf fast einen Hektar verbessern“, so Baudirektor Ludger Klinge vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben. Ein bedarfsgerecht angelegtes Wegenetz erschließt mittlerweile die Grundstücke. Insgesamt wurden 8,6 Kilometer landwirtschaftliche Wege weitestgehend naturnah und soweit möglich auf bestehenden Trassen ausgebaut. „Ein Teil dieser Wege erfüllt zudem die Funktion als Rad- und Wanderweg“, so Klinge.

Uferschutzstreifen angelegt
Flankierend zu den agrarstrukturellen Maßnahmen konnten auf einer Fläche von 2,65 Hektar entlang der Schmutter „Uferschutzstreifen“ auf einer Länge von insgesamt 1200 Meter ausgewiesen werden. Zu weiteren ökologischen Maßnahmen zählen das Anlegen einer Feldhecke auf einer Länge von 100 Meter und der Aufbau eines naturnahen Waldrandes auf einer Fläche von 0,5 Hektar. Zwei angelegte Feuchtbiotope dienen zudem als Rückhaltefunktion bei starken Regenfällen. Landschaftlich bedeutende Standorte in der Gesamtgröße von 7,7 Hektar wie Grünland, Gehölzbestände und Krautfluren konnten dinglich gesichert werden. „Damit wurde der Bestand an ökologischen Flächen erheblich vergrößert“, betonte der Baudirektor. Für den Bau von zentralen bzw. dezentralen Hochwasserschutzmaßnahmen bzw. Rückhaltebecken konnten erforderliche Flächen zusammengeführt werden. Das Projektgebiet wurde komplett abgemarkt und vermessen. „Damit ist eine nachhaltige Sicherheit des Eigentums gewährleistet und nachbarschaftliche Grenzprobleme werden künftig vermieden“, so Klinge. „Rückblickend kann festgestellt werden, dass wir die Ziele der Flurneuordnung Willmatshofen erreichten“, so Bernhard Atzkern, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft. „Die Teilnehmer können auf ein sehr gelungenes Verfahren blicken“, bestätigte Fischachs Bürgermeister Peter Ziegelmeier.

Ehrung verdienter Vorstandsmitglieder
Vielschichtig und umfangreich waren die Aufgaben der Vorstandsmitglieder der Teilnehmergemeinschaft. Baudirektor Ludger Klinge ehrte für besondere Verdienste um die Ländliche Entwicklung Martin Abold (Örtlich Beauftragter von 2000 bis 2007), Hermann Meitinger (Örtlich Beauftragter ab 2007), Franz Angerer, Franz Krass, Anton Bader, Ludwig Galler, Alois Miller, Reinhold Mang, Manfred Kleber, Josef Domberger und Manfred Mögele. „Mit Ihnen ist es ist gelungen, die Anliegen der Landwirtschaft mit den Zielen des Naturschutzes, der Eigentümer und der Gemeinde in Einklang zu bringen“, lobte Klinge.

Ortsansicht von Willmatshofen.

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Landwirtschaftlicher Weg bei Willmatshofen

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Vorstandsmitglieder der Teilnehmergemeinschaft im Beisein der Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung Schwaben

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