Dorf und Landschaft

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Immer aktuell informiert über die Pressemitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

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Beispielgebende Projekte
Voneinander lernen und daraus eigene Projektideen entwickeln

Gewinnen Sie aus erfolgreichen Projektbeispielen neue Ideen, um daraus innovative eigene Projekte zur Stärkung des ländlichen Raumes in Unterfranken zu entwickeln. Unser Amt bietet Ihnen dazu beispielgebende Projekte, die ausgezeichnet wurden oder Ihnen unsere Möglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung der unterfränkischen Regionen, Dörfer und Landschaften aufzeigen. Alle vorgestellten Projekte haben gemeinsam, dass Sie die von Bürgerinnen und Bürgern sowie den Kommunen erarbeiteten Ziele wiedergeben. Eine erfolgreiche Umsetzung war vielfach erst mit den Möglichkeiten des Bodenmanagements möglich.

Integrierte Ländliche Entwicklung Fränkischer Grabfeldgau
Regionale Baukultur erhalten, Identität bewahren und Heimatgefühl stärken

Ehrenamtlicher Botschafter der Region. Der Mann präsentiert sich mit heimatlicher Landschaft im Hintergrund.

Der Grabfeldgau befindet sich an der Grenze Südthüringens und Nordbayerns. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs lag der fränkische Teil des Grabfeldgaus in der Mitte Deutschlands. Diese zentrale Lage im vereinten Deutschland und die in der Folge neu gebaute Autobahn A 71 eröffneten völlig neue Chancen. So entschlossen sich zehn Kommunen, ihre Zukunft gemeinsam zu gestalten und gründeten die Allianz Fränkischer Grabfeldgau. In einer Integrierten Ländlichen Entwicklung stärken sie gemeinsam mit den Menschen die Region für 16 000 Menschen in 32 Dörfern. 

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Dorferneuerung Eußenheim
Vom beengten Kämmerlein zur guten Stube – die unglaubliche Wandlung einer Ortsmitte

Weinfest auf der Freifläche des neuen Dorfplatzes. Musikgruppe steht, während ein Chor für die Gäste singt. Chor und Musik tragen Tracht.

Der Winzerort Eußenheim legt sich um den Kirchberg, der als Felssporn aus dem Werntal ragt. Nicht umsonst setzte vor über 400 Jahren Julius Echter seine Kirche mit dem charakteristischen spitzen Echterturm hierhin. Alle wichtigen kirchlichen Einrichtungen liegen auf diesem steilen Bergrücken. Aber nicht nur die christliche, sondern auch die politische Gemeinde hat hier wichtige Funktionen konzentriert. So stehen auf engstem Raum Kindergarten, Schule und Rathaus beieinander. Aus dieser Beschreibung spürt man die Enge der Bebauung mit wenig Platz für öffentliche Räume. 

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Dorferneuerung Euerdorf
Die sensible Sanierung und Neunutzung sichert den Bestand des historischen Landgerichtshofes

Ensemble mit Königlich Bayerischem Landgerichtsgebäude, 3-geschossiger Fronveste mit Krüppelwalmdach und großer Zehntscheune mit steilem Satteldach, das die beiden anderen Gebäude überragt.

Im Ensemble des Landgerichtshofs Euerdorf stehen zwei spätgotische Bauwerke in enger Nachbarschaft mit einem klassizistischen Gerichtsgebäude. Die sensibel durchgeführten Maßnahmen für neue Nutzungen mit Wohn-, Arbeits- und Ausstellungsräumen erhalten den Charakter der Gebäude des Landgerichtshofes und erfüllen sie mit neuem Leben. Bei geplanten Ausstellungen zur „Architektur- und Kunstgeschichte im Kulturraum Franken" können sie nicht nur als Ausstellungsräume, sondern auch als Exponate dienen.  

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Dorferneuerung Stöckach
Umnutzung zum Dorfgemeinschaftshaus macht marodes Gebäude zum attraktiven Treffpunkt für alle Generationen

Saniertes Fachwerkhaus. Erdgeschoss Vollgeschoss. Dachgeschoss mit Krüppelwalm. Alle Fenster haben grüne Fensterläden. Vor dem Eingang fünf Tische mit 20 Sitzplätzen.

Das eingeschossige Fachwerkgebäude hat nach vielen unsachgemäßen Eingriffen und langem Leerstand sein historisches Erscheinungsbild zurück erlangt. Durch die Lage unmittelbar an der Hauptstraße bedeutet die vorbildliche Sanierung und die mit ihr einhergehende Anlage eines bisher fehlenden Dorfplatzes eine erhebliche städtebauliche Aufwertung an zentraler Stelle. Das Gemeindeprojekt hat als Vorbild bereits zahlreiche weitere private Sanierungen in der Nachbarschaft ausgelöst.  

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Dorferneuerung Wiesenfeld
Umbau einer ehemaligen Lagerhalle sichert die Nahversorgung und wird zum neuen Treffpunkt im Ort

Lagerhausgebäude mit dem Dorfladen, der sich durch einen verglasten Vorbau aus Metall aus der Mauerflucht hervorhebt. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage installiert.

In Wiesenfeld schloss der letzte Lebensmittelladen im Jahr 2012. Aus einem Kreis von Wiesenfelder Bürgern entwickelte sich die Idee zur Schaffung eines Dorfladens. Aus verschiedenen Leerständen hat sich das ehemalige Raiffeisenlager als idealer Ort für einen Dorfladen herausgestellt: zentrale Lage bei der Kirche, Parkplätze vorhanden, aber vor allem ein Gebäude mit Charakter, das außen wie innen das Einkaufen zu einem ganz besonderen Erlebnis macht.  

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Integrierte Ländliche Entwicklung Weindörfer im westlichen Steigerwald
Neun Gemeinden kooperieren und setzen ihre dörflichen Schätze für eine gemeinsame Zukunft in Wert

Bus mit dem Schriftzug „Dorfschätze Express“ fährt auf einer Landstraße. Im Hintergrund Dorf; am Horizont bewaldeter Steigerwaldhöhenzug.

Seit 2007 arbeiten neun Gemeinden mit 18200 Einwohnern in der Integrierten Ländlichen Entwicklung Dorfschätze vertrauensvoll und erfolgreich zusammen. Ziel ist, die Attraktivität der Gemeinden zu erhöhen. Dazu vernetzt der Arbeitskreis „Dialog der Generationen“ interkommunal alle Bevölkerungsgruppen und ermöglicht die intensive Mitwirkung der Bürger. Die Liste der erfolgreichen Projekte ist mittlerweile schon lang. So wird durch die Freizeitlinie „Dorfschätze-Express“ die attraktive Steigerwaldlandschaft erschlossen, was Touristen besonders schätzen.  

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Dorferneuerung Großbardorf
Durch herausragendes Bürgerengagement erfolgreich vom Hochwasserschutz zum Energiedorf

Straße im Dorf, zu der ein wasserführender, renaturierter Dorfgraben parallel verläuft. Der Straßenraum ist links und rechts bebaut. Über den Graben führen kleine Brücken zu den Häusern.

Fast jährlich wurde der Altort der Gemeinde Großbardorf bei Starkregen überschwemmt. Im Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Interesses stand daher zunächst der Hochwasserschutz. Durch das Engagement der Gemeinde, der Teilnehmergemeinschaft und der Grundeigentümer konnten in der Dorferneuerung Regenrückhaltebecken realisiert werden, die nun den Altort vor Hochwasser schützen. Zudem machte der Wunsch der Bürgerinnen und Bürger regenerative Energiequellen zu erschließen zum überregional bekannten Energiedorf. 

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Integrierte Ländliche Entwicklung Hofheimer Land
Für gleiche Probleme gemeinsam Lösungen finden – eine Gemeinde-Allianz für lebendige Ortsmitten

Ein Bürgermeister steht mit aufgeschlagener Unterlagenmappe in der Hand vor leerem eingeschossigem Gebäude ohne Ziegeleindeckung.

Eine kleinteilige Siedlungsstruktur mit 15000 Menschen in 53 Ortschaften macht den Charme und den unverwechselbaren Charakter des Hofheimer Landes aus. Trotz des demografischen Wandels sollen die Ortskerne jedoch als Zentren des sozialen und kulturellen Lebens bewahrt bleiben. Zu dieser Herausforderung kooperieren seit 2008 sieben Kommunen seit 2008. Durch das eindeutige Bekenntnis aller Gemeinden zur Innenentwicklung und zu einem konsequenten Flächenmanagement wurden beachtliche Erfolge bei der Revitalisierung der Ortskerne erzielt. 

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Integrierte Ländliche Entwicklung Fränkischer Süden zwischen Main und Tauber
Zukunftsorientierte Landwirtschaft braucht ein Hauptwegenetz mit gemeindeübergreifenden Verbindungen

Fahrender Anhänger von hinten auf einem betonierten Wirtschaftsweg. Das rechte Rad fährt auf Grasbankett.

Der Ochsenfurter Gau ist ein landwirtschaftliches Vorranggebiet. Dennoch sind die meisten Wege 30 Jahre alt, gerade einmal 3 m breit und nur für 5 t Achslast ausgelegt. Dies genüg für die hochleistungsfähigen Landmaschinen heute bei weitem nicht mehr. Moderne Anhänger können bis zu 11,5 t Einzelachslast und zusammen mit der Zugmaschine ein Gesamtgewicht von 40 t haben. Für solche Maschinen fordern die Landwirte seit langem Hauptwirtschaftswege mit 3,5 m Fahrbahnbreite gemäß den neuen Richtlinien für den ländlichen Wegebau. 

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Integrierte Ländliche Entwicklung Oberes Werntal
Zehn Gemeinden stemmen sich in einer gemeinsamen Initiative gegen die Verödung der Ortskerne und den Flächenverbrauch

Bürgermeister stehen auf Treppe und halten Fadengeflecht als Symbol ihre Kooperation

Bereits 2003 haben acht Gemeinden entlang der Autobahn A 71 Schweinfurt-Erfurt, ein „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit“, die großen Herausforderungen erkannt, vor denen der ländliche Raum aufgrund der demografischen Entwicklung und des Strukturwandels in der Landwirtschaft sowie in Konkurrenz zu den städtischen Verdichtungsräumen steht. Den Kommunen war klar, dass sie nur durch gemeinsames Handeln Vorsorge für eine zukunftsfähige Entwicklung treffen können. 

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Dorferneuerung Großbardorf
Mehr als nur heiße Luft - Dorferneuerung und Energiegenossenschaft arbeiten zusammen

Eine Gruppe von Menschen signalisiert den Willen, mit anzupacken. Die Personen in der ersten Reihe unterstreichen dies mit einem Spaten in der Hand.

Regenerative Energien spielten zu Beginn der Dorferneuerung in Großbardorf noch keine Rolle. Heute ist die Dorfbevölkerung sehr stolz auf ihre gemeinschaftliche Energieversorgung. In Gemeinde mit 950 Einwohnern sind mittlerweile über 120 Haushalte an das Nahwärmenetz angeschlossen. Durch die Zusammenarbeit von Dorferneuerung und Energiegenossenschaft konnte der Umstieg des Ortes auf erneuerbare Energie rasch und kostengünstig bewerkstelligt werden. 

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Dorferneuerung Hassenbach
Nutzung als Dorfgemeinschaftshaus erhält gefährdetes Baudenkmal an städtebaulich bedeutsamer Stelle

Verputztes Fachwerkhaus mit Mansardhalbwalmdach. Das Dach des mittigen Vorbaus an der Straßenseite mündet in die Dachfläche der Mansarde. Alle Fenster haben Fensterläden.

Mit dem Umbau und der Nutzung als Gemeinschaftshaus und Heimatmuseum konnte das abbruchgefährdete Baudenkmal an der städtebaulich prägnanten Stelle langfristig gesichert werden. Zusammen mit dem neu gestalteten Außenbereich und dem gegenüberliegenden Dorfplatz ist das mehr als 200 Jahre alte Baudenkmal wieder zum strahlenden Mittelpunkt im Ortskern von Hassenbach geworden und dient als Vorbild für viele weitere Sanierungen. 

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Dorferneuerung Eichenberg
Sanierung und Revitalisierung eines denkmalgeschützten Fachwerk-Doppelhauses für barrierefreies Wohnen im Dorf

Nach Sanierung: Fachwerkdoppelhaus mit Kellergeschoss sowie Erd- und Obergeschoss in Fachwerkbauweise. Satteldach mit sehr kleinen Krüppelwalmen. Traufhoher holzverkleideter Anbau für Aufzug.

Dank großer privater Initiative hebt sich das um 1800 errichtete Fachwerkhaus heute wieder ortsbildprägend hervor und leistet damit einen beispielgebenden Beitrag für die Dorferneuerung Eichenberg. Das zweigeschoßige Gebäude steht exponiert und weithin sichtbar auf einer Geländestufe am westlichen Ortsrand Richtung Sailauf. Zum „Leuchtturmprojekt“ wird es auch durch das Zusammenspiel von denkmalgerechter Bestandssicherung und barrierefreiem Ausbau. 

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21 Unternehmensverfahren von Geldersheim bis Mellrichstadt
Verkehrsprojekt Deutsche Einheit A 71 - Autobahnanschluss Dorf und Landschaft

Teilstück der Autobahn mit Auffahrt; Trasse teilt landwirtschaftliche Grundstücke oder macht sie unförmig

Ein vordringliches Strukturprojekt der Bundesrepublik Deutschland war nach dem Fall der Mauer der Bau der Autobahn A 71 Schweinfurt-Erfurt, einer leistungsfähigen Verbindung zwischen Unterfranken und Thüringen. Wie aber wurden bei diesem übergeordneten "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit" die ca. 750 ha Grund und Boden aufgebracht oder die Interessen der Grundeigentümer, der Dörfer, der Gemeinden und der Landwirtschaft berücksichtigt? 

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Freiwilliger Nutzungstausch Aschach
So haben Landwirte die variablen Bewirtschaftungskosten gesenkt und Gewässer geschützt

Luftbild: Fluss Fränkische Saale mäandriert mit weiten 180 Grad-Verläufen durch agrarisch genutzten Talraum, vorbei an fünf Dörfern.

Die Rhön ist ein Naturpark mit reizvoller Kulturlandschaft. Landschaftliche Schönheit hat aber auch ihren Preis. Das spüren besonders die Landwirte im nördlichen Unterfranken mit Pachtflächenanteilen bis zu 70 Prozent. Denn die große Zahl kleiner, verstreut liegender Feldstücke, die sich durch Zupacht noch erhöht, steigert den Bewirtschaftungsaufwand beträchtlich und ist ein großer Wettbewerbsnachteil. Die anstehende Flurneuordnung wollten Landwirte aus Aschach deshalb nicht abwarten und realisierten vorher einen Freiwilligen Nutzungstausch. 

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